Die deutsche Dentalindustrie behauptet sich erfolgreich auf den Weltmärkten

Bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands der Deutschen Dental-Industrie (VDDI) hat der Export ab 2003 die magische Grenze von 50 % Umsatzanteil überwunden. Aktuell erweist er sich wieder einmal als tragende Säule, wie eine Verbandsumfrage vom Februar 2015 ergeben hat.

Gleichzeitig zeigt sich auch der Inlandsmarkt in starker Verfassung. Der Gesamtumsatz befindet sich seit Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend.

Aktuelle Eckdaten zur wirtschaftlichen Verfassung der 200 VDDI-Mitgliedsunternehmen:

  • Dentalprodukt-Gesamtumsatz für das Jahr 2014 bei 4,6 Milliarden Euro (+ 2,9 %)
  • 3,9 Milliarden Euro Export (+4,7 %); Inlandsumsatz 1,7 Milliarden Euro (+0,1 %)
  • Exportquote gut 62 % bei intensiviertem globalem Wettbewerb
  • Erwartungen an das Inlandsgeschäft für das laufende Jahr (2015) weisen nach Befragung der VDDI-Mitgliedsunternehmen auf steigende Umsätze (53 % erwarten „Zuwachs“; 54 % „gleichbleibend“; 2 % „Rückgang“)
  • Erwartungen an das Exportgeschäft für das laufende Jahr (2015) weisen nach oben (67 % „Zuwachs“; knapp ein Drittel „stabil“)

Ein genauerer Blick auf regionale Entwicklungen des Exportgeschäfts (vgl. 2013/2014):

  • europäischer Markt an der Spitze der Dynamik: (51 % der VDDI-Mitgliedsunternehmen mit „Absatzzuwachs“; 40 % „gleichbleibend“; 9 % „Rückgang“)
  • Fernost im Plus (50 % mit „Absatzzuwachs“; 33 % „gleichbleibend“; 17 % „Rückgang“)
  • Nordamerika nach Schwächephase wieder im Aufwind (43 % der VDDI-Mitgliedsunternehmen mit „Absatzzuwachs“; 38 % „gleichbleibend“)
  • Nah- und Mittelost spürbar positiv, allerdings tendenziell schwächer als bei den vorstehend erwähnten Märkten (40 % der VDDI-Mitgliedsunternehmen mit „Absatzzuwachs“; 44 % „gleichbleibend“)
  • Mittel-/Südamerika und Osteuropa etwas schwächer als bei der Verbandsumfrage für 2013 (25 % „Absatzzuwachs“; 56 % „gleichbleibend“ 19 % „Rückgang“)
  • Osteuropa eher schwach (26 % der VDDI-Mitgliedsunternehmen mit „Absatzzuwachs“; 34 % „Rückgang“)

Zahlen und Fakten

Jahr Gesamtumsatz Exportanteil Beschäftigte
1997 2,01 Mrd. Euro 0,80 Mrd. Euro 13.265
1998 2,12 Mrd. Euro 0,82 Mrd. Euro 11.954
1999 2,11 Mrd. Euro 0,95 Mrd. Euro 13.216
2000 2,63 Mrd. Euro 1,04 Mrd. Euro 16.500
2001 2,79 Mrd. Euro 1,22 Mrd. Euro 16.411
2002 3,08 Mrd. Euro1) 1,378 Mrd. Euro 17.000
2003 3,11 Mrd. Euro 1,52 Mrd. Euro 17.118
2004 3,20 Mrd. Euro 1,60 Mrd. Euro 17.151
2005 3,20 Mrd. Euro2) 1,80 Mrd. Euro 17.190
2006 3,50 Mrd. Euro2) 1,90 Mrd. Euro 17.500
2007 3,80 Mrd. Euro2) 2,12 Mrd. Euro 17.900
2008 3,90 Mrd. Euro2) 2,34 Mrd. Euro 18.700
2009 3,75 Mrd. Euro2) 2,14 Mrd. Euro 18.425
2010 4,013 Mrd. Euro2) 2,341 Mrd. Euro 17.992
2011 4,109 Mrd. Euro2) 2,435 Mrd. Euro 18.147
2012 4,369 Mrd. Euro2) 2,684 Mrd. Euro 18.488
2013 4,506 Mrd. Euro2) 2,765 Mrd. Euro 19.305
2014 4,637 Mrd. Euro2) 2,895 Mrd. Euro 19.625

1) inkl. Umsatz aus eigener ausländischer Fertigung   2) ab 2005 geänderte Berechnungsgrundlage
Quelle: Notarielle Umsatzerhebung des VDDI unter seinen Mitgliedern

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!
Grafik Dentalmarkt
Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!

Zur wirtschaftlichen Lage der Dental-Industrie

IDS setzt Wachstumsimpulse in der Dental-industrie  

Unterstützt durch eine äußerst erfolgreiche IDS blieb die Deutsche Dental-Industrie im In- und Ausland weiter auf Wachstumskurs.

Die 200 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie beschäftigten in 2015 im In- und Ausland erstmals mehr als 20.000 Mitarbeiter. Damit lag die Beschäftigtenzahl um 2 Prozent über dem 2014er Wert. Während die Mitarbeiterzahl im Inland konstant blieb, wurden in ausländischen Niederlassungen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Die VDDI-Mitgliedsunternehmen erwirtschafteten in 2015 einen Gesamtumsatz von fast 5 Mrd. Euro. Dies ist ein Zuwachs von beachtlichen 6,7 Prozent. Davon wurden gut 3,1 Milliarden Euro auf den Exportmärkten erwirtschaftet, ein Plus von 7,4 Prozent.

Auf dem bedeutsamen Deutschen Heimatmarkt wurde das 2014er Ergebnis mit rund 1,8 Milliarden Euro um 5,6 Prozent übertroffen. Nahezu zwei Drittel der Unternehmen verbuchten dabei im Inland im Vorjahresvergleich höhere Absätze. Nach wie vor positiv sind die Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr 2016.  58 Prozent der Mitgliedsunternehmen rechnen mit steigenden Umsätzen in Deutschland und immerhin 40 Prozent mit gleich bleibenden Verkäufen.

Das Auslandsgeschäft in vielen Regionen sehr stark

Die heimische Dentalindustrie erzielt nach wie vor eine Exportquote von beachtlichen 61 Prozent. Somit konnten unsere VDDI-Mitgliedsfirmen ihre Marktposition auf den Weltmärkten weiter auf hohem Niveau festigen.

47 Prozent der Befragten berichteten uns von steigenden Umsätzen außerhalb Deutschlands, Auslands-Absatzergebnisse auf dem Vorjahresniveau meldeten weitere 38 Prozent der Firmen.

Nachfolgend eine Übersicht der Befragungsergebnisse aus den bedeutendsten Absatzregionen:

  • Unser stärkster Markt neben dem Inlandsabsatz ist weiterhin Westeuropa. Rund 56 Prozent unserer Mitglieder meldeten für 2015 Steigerungen und weiterhin 39 Prozent einen Geschäftsverlauf wie in 2014.
  • Osteuropa entwickelt sich – sicher nicht zuletzt aufgrund der teilweise recht deutlich rückläufigen Umsätze im Russlandgeschäft – schwächer als bei der Vorjahresumfrage. Mit 31 Prozent meldeten lediglich 3 Prozentpunkte mehr der Befragten von steigenden als von sinkenden Umsätzen in Osteuropa (28 Prozent). Stabile Geschäftsverläufe auf Vorjahresniveau meldeten hier immerhin 41 Prozent der Befragten.
  • Auf den Dentalmärkten in Fernost verzeichneten 59 Prozent der Unternehmen Steigerungen, 26 Prozent der Unternehmen verbuchten Umsätze auf Vorjahresniveau.
  • 49 Prozent der Treuhandumfrageteilnehmer konnten auf dem bedeutsamen Absatzmarkt nordamerikanischer Raum ihre Geschäftsaktivitäten ausbauen. Zudem meldeten 38 Prozent unserer Firmen Umsatzzahlen auf 2014er Niveau.
  • Im Nahen und Mittleren Osten erzielten im Berichtsjahr 52 Prozent der Befragten Umsatzzuwächse. Ferner stabilisierten sich bei 33 Prozent der Unternehmen die Verkäufe auf dem 2014er Wert.
  • Absatzregionen Mittel- und Südamerikas entwickelten sich eher uneinheitlich. 35 Prozent der Mitglieder verbuchten dort ein Absatzplus, 51 Prozent der Unternehmen meldeten aus dieser Region stabile Umsätze, 14 Prozent Rückgänge des Absatzes .
  • Fazit: Das 2015er Exportgeschäft ist – bei leichten Schwächen in Osteuropa - abermals sehr erfolgreich verlaufen. Die Aussichten für das aktuelle Geschäftsjahr 2016 sind ebenfalls sehr positiv. 70 Prozent der Unternehmen rechnet mit Zuwächsen im Exportgeschäft, hinzu kommen 28 Prozent mit wenigstens gleich bleibenden Umsätzen.
© VDDI e.V. - Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V. - Aachener Straße 1053-1055 - 50858 Köln - Germany - Telefon: +49/(0)221/5006870 - Telefax: +49/(0)221/50068721 - E-Mail: info@vddi.de