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Die Dental-Industrie in Deutschland erfindet und entwickelt innovative Technologien, Materialien, Verfahren und Geräte, die Zahnärzte und Zahntechniker benötigen, um die Mund- und Zahngesundheit von Millionen von Menschen in aller Welt zu erhalten oder wieder herzustellen. 

Somit leistet sie ihren unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und des körperlichen und ästhetischen Wohlbefindens. 

Darüber hinaus ist die Dentalindustrie in Deutschland 

  •  weltweit aktiv und zugleich ein herausragendes Beispiel für Produktqualität und Zuverlässigkeit 
  • flexibel, kunden- und serviceorientiert
  • eine forschende Industrie, die eng mit der zahnärztlichen Wissenschaft und dem zahntechnischen Handwerk 
  • zuverlässiger Partner der Zahnärzte, der Zahntechniker und des Dentalhandels
- Alter: 62 Tage

Internationale Dental-Schau (IDS) 2023: Maximal informiert über minimalinvasive Trends in der Endodontologie

Quelle: Initiative proDente e.V.

Weniger Pulpektomie, mehr Pulpotomie – Pulpenregeneration – flexible und bruchresistente Feilen – Substanzschonung – Backward-planning – IDS: führend seit 100 Jahren! In der Endodontie zeichnet sich ein Trend zu minimalinvasiven Verfahren und sogar zu regenerativen Maßnahmen ab. Die Internationale Dental-Schau (IDS) zeigt vom 14. bis zum 18. März 2023 in Köln, was heute und in naher Zukunft möglich ist.

Endodontische Feilen werden flexibler und bruchresistenter. Inzwischen sind sie es in einem so hohen Maße, dass sich auch die Konzepte und Verfahren ändern. Die Zahnhartsubstanz kann häufiger geschont werden. Die Kunst besteht in der Balance: Im koronalen Bereich wird weniger wegpräpariert und doch im apikalen Bereich hinreichend Raum für eine effektive Spülung geschaffen. Zwar wird die Sicht auf die Kanaleingänge bei diesem Vorgehen, im Vergleich zu einer invasiveren Präparation, eingeschränkt. Der Behandler kann jedoch durch lichtstarke Dentalmikroskope das Maximum herausholen. Er gewinnt durch die schonende Vorgehensweise die Sicherheit, dass selbst bei einer etwaigen Revision genügend Substanz für eine sichere postendodontische Versorgung zur Verfügung steht. Die IDS zeigt, welche Feilen, Mikroskope und – für einen ersten Einblick – Lupenbrillen sich für die aktuellen Verfahren am besten eignen.

Ein weniger invasives Vorgehen kann heute auch bei entzündeter Pulpa die Therapie der Wahl sein: seltener Pulpektomie, häufiger eine Pulpotomie. Man kennt sie von der Behandlung von Milchzähnen, um diese in ihrer Platzhalterfunktion zu bewahren. Doch auch nach abgeschlossenem Wurzelwachstum verspricht die Pulpotomie Erfolg. In diesem Falle muss die bei der Vitalamputation hinterlassene Wunde mit einem geeigneten Material versorgt werden. Dabei löst zunehmend hydraulischer Kalziumsilikatzement bzw. MTA (Mineral Trioxid Aggregat) das klassische Kalziumhydroxid ab. Auch biokeramische Sealer auf MTA-Basis werden beliebter. Denn neuere Produkte schicken sich an, noch bestehende Vorbehalte endgültig auszuräumen, insbesondere was – im Falle eines Falles – die Revisionsfähigkeit angeht.

Über die Substanzschonung des Hartgewebes und die Vitalerhaltung hinaus überschreitet die Endodontie zurzeit sogar die Grenzen und schreitet zur Revitalisierung und sogar zur Regeneration voran. Diese erfolgt mit Hilfe von Tissue engineering: Man lässt das Gewebe neu entstehen. Dazu wird Pulpagewebe aus ortsständigen Stammzellen auf ein invidualisiertes Trägermaterial aufgebracht. Über die Aktivierung endogener Wachstumsfaktoren bildet sich dann ein autologes Transplantat.

Bei mehrwurzeligen Zähnen kann sogar eine Kombination von konventioneller Wurzelkanalbehandlung (stark ausgeprägte Entzündung der Pulpa bis weit in die Wurzelkanäle hinein) und vitalerhaltender Pulpabehandlung (gut eingrenzbare Entzündung von Teilen der Pulpa) die Therapie der Wahl darstellen. Es kann je nach der klinischen Situation sein, dass Behandler die unterschiedlichen Kanäle ein und desselben Zahnes auch ganz individuell behandelt. Die Endodontie bietet schon heute fein ausdifferenzierte Optionen.

Ebenso vervielfachen sich die Möglichkeiten der Aufgabenteilung zwischen dem Hauszahnarzt und dem Spezialisten. Schon jetzt kann sie folgendermaßen aussehen: Digitale Tools für ein endodontisches Backward-planning stehen in großer Bandbreite zur Verfügung – vom 3D-Röntgenbild bis zur Bohrschablone. Sie hilft dem Behandler bei der Einhaltung des Idealwinkels zur Einführung von Feilen. Diese stringente Planung kann der Spezialist durchführen, um anschließend auch die Ausführung zu übernehmen – oder nicht. Denn dies ist die Pointe: Der Spezialist kann alternativ dazu an den Hauszahnarzt zurücküberweisen, und dieser übernimmt die Ausführung unter Verwendung der mitgelieferten digitalen Unterlagen. Geeignete Software für die endodontische Planung und die reibungslose Kommunikation zwischen den beteiligten Praxen präsentiert in einzigartiger Fülle die IDS 2023.

Die ausstellenden Unternehmen sind teilweise seit über 100 Jahren auf dem Gebiet der Endodontologie tätig, oft mit Wurzeln in der feinmechanischen Präzisionsarbeit. Zu den wichtigen Meilensteinen zählten beispielsweise die ISO-Standardisierung endodontischer Instrumente in den 1960er Jahren und die Einführung von rotierenden Nickel-Titan-Instrumenten (NiTi) in den 1990er Jahren.

Als entscheidenden klinischen Fortschritt sehen Experten insbesondere den Übergang von einer Sequenz von Edelstahl-Handfeilen und mehreren rotierenden Gates-Glidden-Bohrern zu NiTi-Feilen. Ausführungen mit variabler Konizität ermöglichten es dann, die gewünschte sichere und tiefe Aufbereitung mit einer kürzeren Sequenz von Instrumenten zu erreichen. Andere Feilen sorgten mit einem rechteckigen, exzentrischen Querschnitt im Schneidebereich für besonders effektiven Verblockungs-Schutz und Debris-Abtransport. Instrumente mit reziproker Bewegungscharakteristik eröffneten die Möglichkeit, so manchen Wurzelkanal mit einer einzigen Aufbereitungsfeile von A bis Z instrumentieren.

„Anerkannte endodontische Behandlungsroutinen haben auf der IDS immer wieder Ergänzungen gefunden und Alternativen gegenübergestellt bekommen“, sagt Mark Stephen Pace, Vorstandsvorsitzender des VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie). „Das war schon bei der allerersten Messe ihrer Art im Jahr 1923 so; in ihre Zeit fällt unter anderem die Entwicklung der Walkhoff-Paste als eines neuartigen bakterienabtötenden Wurzelfüllmaterials. Und es wird auch 2023 so sein, wenn wir 100 Jahre IDS feiern. Speziell in der Endodontie sind digitale Verfahren etwas später angekommen als beispielsweise in der Prothetik, doch jetzt sehe ich: Auch hier schaffen sie für Allgemeinzahnärzte und Spezialisten neue Spielräume. Am meisten beeindruckt es mich aber, wie deutlich aufgrund neuer Verfahren zur Vitalerhaltung und Regeneration der Pulpa die Chancen für eine längere Erhaltung natürlicher Zähne steigen dürfte. Nicht zuletzt wird dies durch einen positiven Sensibilitätstest unmittelbar spürbar! Wie eine Praxis auf diese Erfolge zusteuert, dazu gibt die IDS 2023 als Weltleitmesse der Dentalbranche die Orientierung, die nur sie im gewohnten Umfang geben kann – zum 100-jährigen Bestehen vom 14. bis zum 18. März 2023 in Köln.“

Die IDS findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI). Durchgeführt wird sie von der Koelnmesse GmbH, Köln.

Anmerkung für die Redaktion:
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Kommunikationsmanager

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