Bundesverband der deutschen Industrie (BDI)

BDI Gesundheitswirtschaft (Opens internal link in current windowZiele und Aufgaben (BDI))

Die industrielle Gesundheitswirtschaft (IGW) ist eine der größten und bedeutendsten Teilbranchen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Mit einem Anteil an der Wertschöpfung von mehr als 21 Prozent innerhalb der Gesundheitswirtschaft leistet dieser industrielle Teilbereich der Gesundheitswirtschaft einen bedeutenden Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung.

Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2018 (GGR), BMWi, Veröffentlicht am 08.05.2019

Industrielle Gesundheitswirtschaft

Bruttowertschöpfung (BWS)

  • 84,2 Mrd. Euro BWS durch iGW
  • 22,8 % der BWS der gesamten Gesundheitswirtschaft
  • Jeder 5. Euro BWS wird in der iGW generiert.
  • iGW erzeugt einen ökonomischen Fußabdruck von 164 Mrd. Euro.
  • Mit jedem produzierten Euro in der iGW entstehen 0,95 Euro zusätzliche Wertschöpfung an der Gesamtwirtschaft.
  • 7 % F&E in der iGW (5,2 % Wachstum p.a.)
  • iGW wächst seit 2007 mit rund 3,8 % p.a. (28,2 Mrd. Euro) kontinuierlich und stärker als die deutsche Gesamtwirtschaft, jedoch leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur gesamten Branche (iGW 3,8 %; gesamte Gesundheitswirtschaft 4,1 %).

Branchen

  • Den größten Anteil an der iGW stellen Humanarzneimittel sowie Medizinprodukte und Medizintechnik, welche mehr als 40 % der iGW ausmachen.
  • Biotechnologie ist derzeit noch ein kleiner Teilbereich, aber die Wachstumszahlen verdeutlichen ihr großes Potenzial. Mit einem Wachstum von 5,6 % wächst die Branche schneller als die Gesundheitswirtschaft insgesamt.
  • Der Beitrag der digitalen Gesundheitswirtschaft zur gesamten Gesundheitswirtschaft liegt trotz starker Wachstumstendenzen weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Der absolute Wertschöpfungsbeitrag liegt bei 5,8 Mrd. Euro und somit lediglich 1,6 % der Gesundheitswirtschaft.

Erwerbstätige

  • 1 Mio. Erwerbstätige in der iGW (vgl. 834.000 in der Automobilindustrie in Deutschland)
  • Jeder 8. Arbeitsplatz in der Gesundheitswirtschaft ist in der iGW angesiedelt.
  • 13,2 % Anteil am gesamten Arbeitsmarkt der Gesundheitswirtschaft
  • iGW erzeugt einen ökonomischen Fußabdruck von rund 2,2 Mio. Erwerbstätigen.
  • Mit jedem Erwerbstätigen in der iGW sind 1,15 zusätzliche Erwerbstätige in der Gesamtwirtschaft verbunden.
  • BWS pro Arbeitnehmer in der iGW liegt deutlich über dem Niveau der Gesundheitswirtschaft insgesamt.

Export/Import

  • iGW ist mit weitem Abstand die am stärksten globalisierte Branche der Gesundheitswirtschaft.
  • Mehr als 92 % des Exports der Gesundheitswirtschaft gehen auf iGW zurück.
  • Exportvolumen der iGW hat sich mit 56,6 Mrd. Euro seit 2007 fast verdoppelt (5,9 % durchschnittliches Exportwachstum p.a.).
  • Importvolumen der iGW hat sich mit 39,7 Mrd. Euro seit 2007 fast verdoppelt (6,2 % durchschnittliches Importwachstum p.a.).
  • Außenhandelsüberschuss in der iGW wächst stärker als in der Gesundheitswirtschaft insgesamt (5,3 % Wachstum p.a.).

Fazit

  • Die Zahlen zeigen, dass die Querschnittsbranche innerhalb der Gesundheitswirtschaft von hoher und weiter zunehmender Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft ist.
  • Die Branche leistet einen wesentlichen Beitrag zu zentralen wirtschaftspolitischen Zielen und beeinflusst ein stetiges Wirtschaftswachstum, einen hohen Beschäftigungsgrad und das außenwirtschaftliche Gleichgewicht.
  • Die Kennzahlen der iGW weisen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten auf.
  • ABER: iGW wächst im Vergleich zur gesamten Branche leicht unterdurchschnittlich.
  • Die Forschung und Entwicklung innerhalb der iGW stellt mit einem Anteil von über 7 % einen kleineren Anteil; sie ist jedoch mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,2 % der am dynamischsten wachsende Bereich.
  • Der Standort Deutschland muss im globalen Wettbewerb um iGW neue Prioritäten setzen, um weiter im internationalen Vergleich zu bestehen.

 
Zusammenfassung von Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)
Industrielle Gesundheitswirtschaft 9. Mai 2019

Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
Grafik: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018, Sonderthema Medizinprodukte und Medizintechnik.
 

Zahnmedizin in Deutschland sorgt für 878.000 Arbeitsplätze + ökonomischen Fußabdruck von 2,2

878.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Auf jeden Arbeitsplatz bei Zahnärzten oder deren Zulieferern kommt durchschnittlich fast ein weiterer Arbeitsplatz in anderen Bereichen.

391.000 Personen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern oder dem Öffentlichen Gesundheitsdienst an der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten. Die direkte Bruttowertschöpfung des ganzen zahnärztlichen Systems (ambulante und stationäre Versorgung, Industrie, Handwerk und Versicherung) liegt bei rund 21,4 Mrd. Euro.

Diese Zahlen ermittelte die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) auf Grundlage ihres neuen Rechenmodells, des Zahnärztlichen Satellitenkontos (ZSK), das auf der anerkannten Methodik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen basiert.

Der ökonomische Fußabdruck der Zahnärzte beträgt 2,2. Das bedeutet, jeder in der Zahnmedizin erwirtschaftete Euro generiert weitere 1,20 Euro in anderen Bereichen (z.B. durch Dienstleister) – somit werden insgesamt 2,20 Euro erwirtschaftet. Ohne zahnärztliche Versorgung würde das deutsche Bruttoinlandsprodukt durch Effekte in anderen Branchen um über 46 Mrd. Euro niedriger ausfallen.

Die Ergebnisse des ZSK und weitere Zahlen zu zahnärztlichem Berufsstand und Mundgesundheit der Bevölkerung sind der aktuellen Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs der Bundeszahnärztekammer (2017/2018) enthalten.

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