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28.04.2010 - 09:55 - Alter: 10 Jahre

IDS – Internationale Dental-Schau – 2011 in Köln

Prophylaxe im Zentrum: individueller und biologischer   Altersspezifische Mundhygiene – Präventiv-orientierte Diagnostik – Ganzheitliche Prävention in der Zahnarztpraxis – ein Schwerpunktthema der IDS

Foto: proDente

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Die Gesundheit besitzt in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert – nicht zuletzt angesichts einer alternden Gesellschaft. Orale Prophylaxe nimmt daher in der modernen Zahnarztpraxis einen zentralen Platz ein und stellt eine wichtige Säule der Prävention auch gegenüber allgemein¬medizinischen Problemen dar. „Sowohl jüngere, aber auch immer ältere Patienten wünschen die möglichst lebenslange Erhaltung ihrer Zähne und die Vorbeugung vor Munderkrankungen. Die Deutsche Dental-Industrie bietet dafür ein ständig wachsendes Angebot an Produkten und Hilfsmitteln für die professionelle und häusliche Mundpflege – vom Kleinkind- bis zum Hochbetagtenstadium“, erläutert Dr. Martin Rickert, VDDI-Vorsitzender.

Darüber die Patienten individuell, altersgerecht und umfassend zu informieren sowie ihre Anwendung einzuüben, ist bereits heute eine wichtige Aufgabe der Zahnärzte und ihrer Praxisteams. Neben einer Unterstützung der häuslichen Mundpflege steht die Zahnarztpraxis für die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) bereit, die dank moderner Methoden und flankierender Diagnostik erst die Basis für eine nachhaltige orale Gesundheit schafft.

Jede zahnmedizinische Prophylaxe wird durch die intensive Forschung und Entwicklung seitens der Dentalindustrie wirksam unterstützt. So ermöglichen aktuelle Präventionskonzepte auch eine immer bessere dentalhygienische Nachsorge, etwa nach prothetischen, implantologischen oder endodontischen Eingriffen. Insgesamt eröffnet sich der Zahnarztpraxis ein breites Feld für professionelle Prophylaxemaßnahmen. Diese können von Zahnärzten, ZMF, ZMP und Dentalhygienikerinnen zu einer erfolgreichen Spezialisierung und Ergänzung ihres Leistungsspektrums genutzt werden. Daher empfiehlt es sich ganz besonders, die vielfältigen Informationsangebote der 34. IDS vom 22. bis 26. März 2011 in Köln zum Thema Prophylaxe zu nutzen.

Um dem wachsenden Bedarf einer effektiven Individualprophylaxe gerecht zu werden, entwickelt die Dentalindustrie geeignete Instrumente, Diagnose¬verfahren und Konzepte. Dies trägt zu einem optimalen Management des oralen Biofilms bei und fördert die erfolgreiche Prävention im häuslichen und im professionellen Bereich.

Moderne Hilfsmittel verbessern die häusliche Prophylaxe

Eine wirksame Plaquekontrolle durch die tägliche häusliche Mundpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Prophylaxe und geschieht heutzutage mit äußerst funktionellen und ergonomisch gestalteten Hilfsmitteln zum Zähneputzen sowie zu anderen Pflegemaßnahmen. Dies umfasst moderne Handzahnbürsten ebenso wie die besonders effektiven Elektrozahnbürsten. Letztere verfügen zum Teil über externe, motivationssteigernde Displays und weitere Hilfestellungen für den Anwender. Mit speziellen Aufsteckbürsten erfüllen sie dabei vielfältige Aufgaben.

Auf der IDS 2011 wird auch das ganze Spektrum zeitgemäßer Zahnpasta-Formulierungen vorgestellt. Sie verfügen über wissenschaftlich erarbeitete Rezepturen für unterschiedliche, spezifische Bedürfnisse und schaffen gute Voraussetzungen für die tägliche Individualprophylaxe in jeder Altersgruppe. Für den einen oder anderen erstaunlich: Die richtige Kombination von Zahnpasta und Elektrozahnbürste kann die Effektivität der letzteren sogar signifikant steigern.1 Beiden zur Seite stehen effektive Mundspülungen, die in der häuslichen Prophylaxe ebenfalls eine wichtige Position einnehmen. Ergänzt werden sie durch spezielle Interdentalbürstensysteme, Zahnseiden und -sticks sowie viele weitere Produkte.

Darüber hinaus werden spezielle Gele gegen Mundtrockenheit immer wichtiger – besonders mit einer älter werdenden Bevölkerung. Immer mehr Patienten leiden an Xerostomie, denn sie kann nicht zuletzt durch viele verschiedene, gerade Senioren häufig verabreichte Medikamente ausgelöst werden.

Unerlässlich: professionelle Prophylaxe und Diagnostik

Ein möglichst lebenslanger Erhalt natürlicher Zähne erfordert die Beteiligung des Zahnarztes. Erst professionelle Präventionsmaßnahmen in der Praxis ermöglichen die Kontrolle und Vermeidung von Karies, Gingivitis und anderen Volkskrankheiten. Hierbei steht die Entwicklung eines altersgerechten individuellen Prophylaxe-Konzeptes für die Erhaltung der Mundgesundheit im Vordergrund.

Präventive Maßnahmen, wie die  Professionelle Zahnreinigung (PZR) oder die minimalinvasive ultraschallgestützte Parodontalbehandlung und Erhaltungstherapie, sind von zentraler Bedeutung und werden von Zahnärzten oder spezialisierten Mitarbeitern durchgeführt. Inzwischen stellt die Dentalindustrie hierfür komplette Behandlungssysteme bereit. Insgesamt lässt sich somit eine flankierende antibakterielle Prävention erreichen, die vor allem Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko, mit unzureichender Mundhygiene oder vielen Restaurationen zugute kommt. Aber auch bei kieferorthopädischen oder -chirurgischen Behandlungen, bei der Nachsorge von Implantatbehandlungen oder anderen zahnmedizinischen Maßnahmen kann dies für den gesamten Behandlungserfolg entscheidend sein.

Wesentlich für eine erfolgreiche Prophylaxe ist auch eine hoch entwickelte Diagnostik. Heutzutage können moderne analytische wie bildgebende Verfahren in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden. Bereits in ihren Anfangsstadien lassen sich beispielsweise Schmelzkaries, Wurzelkaries, Periimplantitis, Gingivitis oder Parodontitis durch ein modernes diagnostisches Instrumentarium sicher erkennen. Dazu zählen neben klassischen Verfahren hoch auflösende Intraoral-Kameras, kameragestützte Fluoreszenzverfahren und digitale Röntgensysteme. Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch molekularbiologische sowie biochemische Diagnostiksysteme an, mit deren Hilfe die für ein orales Krankheitsgeschehen relevanten Keimspektren erfasst und Risiken analysiert werden können. Aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse besagen: Fast ein Drittel des menschlichen Genoms ist bei Gingivitis beteiligt!2 So können die Perspektiven einer „Biologisierung“ der zahnmedizinischen Prophylaxe kaum überschätzt werden.

Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und systematischer Gesundheit wird den Patienten immer bewusster. Dementsprechend besteht mehr Interesse an Therapien, welche die Zahnsubstanz und die parodontalen Strukturen langfristig erhalten. Eine bedarfsgerechte Individualprävention, die passende Konzepte für alle Altersgruppen bietet, wird daher immer mehr zum Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der Zahnarztpraxis. Ein präventiv orientierter Zahnarzt erfährt bereits heute viele Hilfestellungen durch die Dentalindustrie, die sich schon seit Jahren dem Paradigmenwechsel von der restaurativen Therapie hin zur individuellen Präventionstherapie stellt und durch ihre technisch-wissenschaftlichen Innovationen die Integration der Prophylaxe in den Praxisalltag unterstützt.

Hieraus ergibt sich für die Zahnarztpraxis ein großes Spezialisierungspotential. Ein durch aktuelle Fortbildungen geschultes Prophylaxe-Team kann individuelle Risiken von vorneherein gut einschätzen, demgemäß die Gesundheit des einzelnen Patienten in erheblichem Maß verbessern und ebenso die Kompetenz und Akzeptanz der Praxis steigern. Dies fördert auch die Compliance der Patienten, anstehende Recall-Termine gewissenhaft wahrzunehmen sowie die häusliche Mundhygiene korrekt durchzuführen.

Wie diese Maßnahmen und Spezialisierungsmöglichkeiten in die tägliche Routine einer Zahnarztpraxis einfließen können, zeigen die während der IDS – Internationale Dental-Schau – in Köln (22. bis 26. März 2011) vorgestellten Lösungen der anwesenden Prophylaxe-Spezialisten vieler namhafter Firmen der Dentalindustrie. Deren Wissen und Erfahrung stehen während der Messetage dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung. Selbstverständlich bietet die IDS auch die Möglichkeit zu gezielten Fragen und Problemdiskussionen mit den Experten. Jedenfalls wird für Fachbesucher dort ein einzigartiges internationales Forum geboten, auf dem man sich kompetent über alle Aspekte moderner Prophylaxe beraten lassen kann.

Ergo: Der Besuch der IDS bietet Zahnärzten und Praxis-Fachpersonal eine optimale Gelegenheit, den heutigen Stand der Dentalhygiene vermittelt zu bekommen und in die eigene Prophylaxetätigkeit umzusetzen – bis hin zur Integration kompletter Behandlungssysteme für die Prävention.

"Dem Zahnarzt und seiner Assistenz verschafft die Internationale Dental-Schau, die weltgrößte Messe für Zahnmedizin und Zahntechnik, in Köln vom 22. bis 26. März 2011 die beste Gelegenheit, sich in Gesprächen mit Spezialisten von Ausstellerfirmen und erfahrenen Anwendern umfassend über das Spektrum moderner Prophylaxe-Konzepte sowie aktueller Trends bei der Präventionstherapie und -diagnostik zu informieren", sagt Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI.

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln.

Anmerkung für die Redaktion:

Fotomaterial von der vergangenen IDS Köln finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.ids-cologne.de im Bereich „Für die Presse“.

Literatur

1. Klukowska M, White D, Barker M, Bartizek R.: Wirksamkeit von Zinnfluoridzahncreme gegen Plaque bei Anwendern einer elektrischen Zahnbürste, J Dent Res. 2007; 86 (Spec Iss): Abstract 1740.

Steven Offenbacher, Silvana P. Barros, David W. Paquette, J. Leslie Winston, Aaron

2. R. Biesbrock, Ryan G. Thomason, Roger D. Gibb, Andy W. Fulmer, Jay P. Tiesman, Kenton D. Juhlin, Shuo L. Wang, Tim D. Reichling, Ker-Sang Chen und Begonia Ho, Gingival Transcriptome Patterns During Induction and Resolution of Experimental Gingivitis in Humans. J Periodont 80(12), 1963-1982 (2009)

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten



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