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27.04.2012 - 09:32 - Alter: 7 Jahre

IDS – Internationale Dental-Schau – 2013 in Köln

Prophylaxe als zahnärztliche Kernkompetenz – ein Erfolgsfaktor für die Praxis

Altersspezifische Prävention in der Zahnarztpraxis – professionelle und häusliche Prophylaxe – Prophylaxe als Teamleistung – ein Schwerpunktthema der IDS

Die orale Prophylaxe nimmt in der modernen Zahnarztpraxis einen zentralen Platz ein und stellt eine wichtige Säule der Prävention gegenüber Zahn- wie Allgemeinerkrankungen dar. Patienten aller Altersgruppen wünschen die möglichst lebenslange Erhaltung ihrer Zähne und die Vorbeugung vor Munderkrankungen. Ihnen bietet die Dentalindustrie ein ständig wachsendes Angebot an Hilfsmitteln für die häusliche Mundpflege. Damit diese korrekt und zielgerichtet zu Hause angewendet werden, ist eine professionelle Unterstützung durch Zahnärzte und Prophylaxeteams unerlässlich. Den Fachleuten kommt die wichtige Aufgabe zu, ihre Patienten individuell, altersgerecht und umfassend zu informieren sowie die Anwendung regelmäßiger häuslicher Prophylaxemaßnahmen einzuüben. Darüber hinaus steht die Zahnarztpraxis für die regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) bereit, auf deren Basis zielgerichtete Behandlungskonzepte insbesondere für die mittlerweile zunehmenden parodontalen Erkrankungen abgeleitet werden können.

Bereits heute nimmt die dentale Prophylaxe einen bedeutenden Platz innerhalb der Mundgesundheitswirtschaft ein, wie jüngst das Institut der Deutschen Zahnärzte (IOZ) festgestellt hat: Das Umsatzvolumen für präventive Maßnahmen ist im Zeitraum 1998 bis 2008 in Deutschland von 40 auf 90 Milliarden Euro gestiegen. Dieser Anstieg korrespondiert mit dem in der Bevölkerung gestiegenen Bewusstsein für die Bedeutung der Mundgesundheit für die Gesamtgesundheit und Lebensqualität. Entsprechend gestiegen ist auch die Akzeptanz von Selbstzahlerleistungen, die für Prophylaxeleistungen einen jährlichen Zuwachs von zirka 2,4 Prozent bis 2030 erwarten lassen. Der demographische Wandel einer alternden Bevölkerung wird diesen Trend eher noch verstärken. Überdies ist im gleichen Zeitraum mit einer bedeutenden Zunahme von Arbeitsplätzen in der deutschen Mundgesundheitswirtschaft zu rechnen: Zu den derzeitigen 406.000 werden 70.000 hinzukommen – vor allem aufgrund der steigenden Nachfrage nach präventiven Behandlungen.

Seitens der Dentalindustrie erfährt die zahnmedizinische Prophylaxe eine wirksame Unterstützung: Mit einem immensen Einsatz wird seit Jahren die intensive Erforschung oraler Erkrankungen und die Entwicklung therapeutischer Verfahren im engen Schulterschluss mit der Wissenschaft betrieben. Moderne Präventionskonzepte ermöglichen eine effizientere dentalhygienische Nachsorge nach prothetischen, implantologischen oder endodontischen Behandlungen. Das gesamte Spektrum professioneller Prophylaxemaßnahmen kann heute von Zahnärzten, ZMF, ZMP und Dentalhygienikerinnen zu einer erfolgreichen Spezialisierung und Ergänzung ihres Leistungskataloges genutzt werden. Für diesen Personenkreis empfiehlt es sich ganz besonders, die vielfältigen Informationsangebote der 35. IDS vom 12. bis 16. März 2013 in Köln zum Thema Prophylaxe zu nutzen.

Moderne Hilfsmittel für effektives häusliches Biofilm-Management

Eine regelmäßige und korrekt angewendete Plaquekontrolle durch die tägliche häusliche Mundpflege ist ein entscheidender Baustein jedes Prophylaxekonzeptes. Dafür stellt die Dentalindustrie eine Vielzahl funktioneller und ergonomischer Hilfsmittel zum Zähneputzen sowie zu anderen Pflegemaßnahmen zur Verfügung. Dies umfasst moderne Handzahnbürsten sowie die besonders effektiven Elektrozahnbürsten. Deren Premiumvarianten verfügen zusätzlich über externe, motivationssteigernde Displays und weitere Hilfestellungen für den Anwender. Ihre speziellen Aufsteckbürsten erfüllen dabei vielfältige Aufgaben, ganz nach individuellem Bedarf. Um noch mehr Patienten zum elektrischen Zähneputzen zu bewegen, stehen jetzt neukonstruierte Aufsteckbürsten zur Verfügung, welche den Wechsel für bisherige Anhänger von Handzahnbürsten erleichtern.

Auf der IDS 2013 wird daneben das ganze Spektrum hochentwickelter Zahnpasta-Formulierungen vorgestellt. Mit ihren wissenschaftlich ausgefeilten Rezepturen schaffen sie erstklassige Voraussetzungen für die tägliche Individualprophylaxe in jeder Altersgruppe. Der Kombination von Zahnpasta und Elektrozahnbürste stehen effektive Mundspülungen zur Seite, die in der häuslichen Prophylaxe ebenfalls eine wichtige Position einnehmen. Ergänzt werden sie durch spezielle Interdentalbürstensysteme, Zahnseiden und -sticks sowie viele weitere Produkte. Den mit einer zunehmend älteren und häufig stark medikamentierten Bevölkerung einhergehenden Xerostomie-Problemen begegnet die Dentalindustrie inzwischen mit speziellen Gelen gegen Mundtrockenheit.

In der Schlüsselposition: professionelle Prophylaxe und Diagnostik

Erst die zahnärztliche präventionsorientierte Begleitung und das Engagement des spezialisierten Praxisteams können den gewünschten lebenslangen Erhalt natürlicher Zähne ermöglichen. Nur professionelle Präventionsmaßnahmen in der Zahnarztpraxis erreichen die wirksame Kontrolle und Vermeidung von Karies, Gingivitis und anderen Oralkrankheiten. Altersgerechte individuelle Prophylaxe-Konzepte dienen der Erhaltung der Mundgesundheit und bieten darüber hinaus einen zentralen Bestandteil des gesamten Praxiserfolges. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt hierbei die professionelle Gesprächsführung, um die Motivation der Patienten nachhaltig zu verstärken. Auch in diesem Bereich geben Wissenschaft und Dentalindustrie den Praktikern hilfreiche Impulse und Fortbildungsangebote.

Präventive Maßnahmen werden durch weiterentwickelte komplette Behandlungssysteme seitens der Dentalindustrie gefördert. Vor allem Patienten mit erhöhtem Karies- oder Parodontitisrisiko, mit unzureichender Mundhygiene oder vielen Restaurationen profitieren von vielen Neu- und Weiterentwicklungen, mitunter auch von stark überarbeiteten Methoden, wie es sich etwa bei der Renaissance von Pulverstrahlgeräten abzeichnet. Auch bei kieferorthopädischen oder -chirurgischen Behandlungen, bei der Nachsorge von Implantatbehandlungen oder anderen zahnmedizinischen Maßnahmen können präventive, antibakterielle Maßnahmen den Behandlungserfolg entscheidend begünstigen.

Die dentale Prophylaxe basiert auch auf einem hochentwickelten diagnostischen Instrumentarium. Moderne analytische wie bildgebende Verfahren können heute in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden. Dazu zählen neben klassischen Verfahren hochauflösende Intraoral-Kameras, kameragestützte Fluoreszenzverfahren und digitale 3D-Röntgensysteme bis hin zur Computertomographie. Außerdem bieten spezialisierte Hersteller molekularbiologische sowie biochemische Diagnostiksysteme an, mit deren Hilfe die bei oralen Krankheitsgeschehen relevanten Keimspektren erfasst und individuelle Risiken analysiert werden können.

Praxiserfolg durch Prophylaxe als Teamleistung

Mundgesundheit und systematische Gesundheit stehen in engem Zusammenhang und werden den Patienten zunehmend bewusster. Bei ihnen besteht mehr denn je Interesse, die Zahnhartsubstanz und parodontale Strukturen langfristig zu erhalten. Eine altersgerechte Individualprävention wird daher zum Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der Zahnarztpraxis. Der Zahnarzt sollte daher die Integration der Prophylaxe in den Praxisalltag als Chefsache aktiv betreiben. Neben dem Umsetzen moderner wissenschaftlich-technischer Innovationen kommt dem gesamten Praxisteam die Aufgabe zu, den Patienten mittels professionell geführter Kommunikation, beispielsweise dem Motivational Interviewing, zu der zur Prophylaxe unbedingt erforderlichen Compliance zu bewegen.

Die Dentalindustrie bietet der präventiv orientierten Zahnarztpraxis ein großes Spektrum an Fortbildungsmöglichkeiten. Ein gut geschultes Prophylaxe-Team kann individuelle Risiken von vorneherein sicher einschätzen und die Gesundheit des einzelnen Patienten in erheblichem Maß verbessern. Dies fördert die Compliance der Patienten, anstehende Recall-Termine gewissenhaft wahrzunehmen sowie die häusliche Mundhygiene korrekt durchzuführen. Ebenso wird durch kompetente Prophylaxeleistungen die Akzeptanz der Praxis gesteigert – in der heutigen wettbewerbsintensiven Zeit ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor.

Wie diese Maßnahmen und Spezialisierungsmöglichkeiten in die tägliche Routine einer Zahnarztpraxis einfließen können, zeigen die während der IDS – Internationale Dental-Schau – in Köln (12. bis 16. März 2013) vorgestellten Lösungen der anwesenden Prophylaxe-Spezialisten vieler namhafter Firmen der Dentalindustrie. Deren Wissen und Erfahrung stehen während der Messetage dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung. Ebenso bietet die IDS die Möglichkeit zu gezielten Fragen und Problemdiskussionen mit den Experten. Für Fachbesucher steht dort ein einzigartiges internationales Forum bereit, auf dem man sich kompetent über alle Aspekte der dentalen Prophylaxe beraten lassen kann.

"Dem Zahnarzt und seinem Team bietet die Internationale Dental-Schau, die Leitmesse für Zahnmedizin und Zahntechnik, in Köln vom 12. bis 16. März 2013 eine einzigartige Gelegenheit, sich in Gesprächen mit Spezialisten von Ausstellerfirmen und erfahrenen Anwendern umfassend über das Spektrum moderner Prophylaxe-Konzepte sowie aktueller Trends bei der Präventionstherapie und -diagnostik zu informieren", erläutert Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI.

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln.

Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial der letzten IDS Köln finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.ids-cologne.de im Bereich „Presse“.

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