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26.11.2018 - 14:58 - Alter: 22 Tage

#idscologne - Durch digitale Tools werden die Karten neu gemischt – jetzt die Chancen in der Kieferorthopädie erkennen!

Kieferorthopädie für immer mehr Patienten – digitale Technologien – virtuelle Realität – künstliche Intelligenz – ein Schwerpunktthema der Internationalen Dental-Schau

Diagnostik, Therapieplanung, Therapie und Nachsorge – das sind in der Kieferorthopädie die vier klassischen Pfeiler, doch die Werkzeuge und Lösungen ändern sich. Vor allem digitale Strategien haben diese Fachdisziplin in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Welche aktuellen Entwicklungen die Kieferorthopädie voranbringen erfährt der Besucher der Internationalen Dental Schau (IDS), 12. bis 16. März 2019, in Köln aus erster Hand.

KFO-Diagnostik und -Therapieplanung: wahlweise analog oder digital In der gesamten Kieferorthopädie gilt heute: Jeder Praxisinhaber wird die Nachrüstung digitaler Technologien erwägen, der Neugründer womöglich von vorneherein auf weitgehend bis komplett digitalisierte Workflows setzen: Analoge und digitale 2D-Röntgenbilder werden durch 3D-Röntgen ergänzt, CT- und MRT-Aufnahmen miteinbezogen, Fälle durch digitale Fotos dokumentiert, konventionell oder mit dem Intraoralscanner abgeformt, die Patientendaten digital verwaltet.

Für die Behandlungsplanung lassen sich digitale oder gemischt analog/digitale Wege beschreiten (Intraoralscan oder Digitalisierung eines Gipsmodells). Durch den Trend in Richtung offener Formate und überhaupt offener Systeme wird die Datenübergabe der Abformdaten in die Planungssoftware immer einfacher, und die gesamte Planung geht leichter von der Hand. Besonders interessant dabei: Auf der Basis der rein  virtuellen Modelle entstehen ein virtuelles Setup und ebenso die Gestaltung der kieferorthopädischen Apparaturen.

Inwieweit dabei bereits der Zahntechniker ins Boot kommt und welche Aufgaben er nachfolgend übernimmt (z.B. Druck physischer Modelle, Herstellung der Apparaturen und schließlich der Übertragungstrays), ist heute sehr flexibel handhabbar. Die nötigen Daten lassen sich hin- und herschicken, wie Praxis und Labor es im Sinne eines optimalen Workflows miteinander festgelegt haben. Dies bietet auch dem spezialisierten Zahntechniker neue Chancen. Unterschiedliche Verfahrensweisen erlebt der Besucher auf der IDS 2019 und holt sich dort wertvolle Anregungen.

Unterstützung durch künstliche Intelligenz – schwieriges Zusammenfügen Welchen Anteil Verfahren, die auf künstlicher Intelligenz fußen, in Zukunft bei der kieferorthopädischen Therapie zusätzlich leisten werden, lässt sich heute nicht abschließend beantworten. Mittelfristig sind weitere Hilfestellungen der Software bei der Erstellung von Setups oder bei Warnungen vor zu extremen Zahnbewegungen denkbar, denn die Datenbasis zur statistisch zuverlässigen Unterlegung dieser Tools wächst ständig.

Eher schwierig erscheint aus derzeitiger Sicht immer noch das Zusammenfügen komplexerer Apparaturen aus Einzelteilen. Auch hier wird die Alternative, möglichst vieles digitalgestützt in einem Stück herzustellen, einen immer größeren Raum einnehmen. Nicht zuletzt kommt es dabei darauf an, welche der vielen Aufgaben im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung der Computer mit spürbaren Kostenvorteilen erledigen kann.

Beispiel Alignertherapie

Als exemplarisch für den Wandel durch digitale Technologien kann die Therapie mit Alignern gelten. Sie entfaltet ihren Nutzen etwa bei der Vorbereitung für Maßnahmen im Bereich der Ästhetischen Zahnheilkunde (z.B. gerade Zahnstände als Voraussetzung für das Anbringen von Veneers) und generell als Alternative für Patienten, die Zahnspangen als auffällig empfinden.

Es ist noch gar nicht so lange her und in der Kieferorthopädie doch eine gefühlte Ewigkeit: In den 1990er Jahren hat man konventionell gearbeitet – mit einem manuellen Setup aus dem Labor und tiefgezogenen Alignern. Heute dominieren die Intraoralkamera oder, alternativ dazu, die Digitalisierung eines konventionell erarbeiteten Modells im Extraoralscanner. Auf der IDS hat der Besucher die Möglichkeit, viele unterschiedliche Produkte aus diesem Bereich zu begutachten und die für den kieferorthopädischen Bedarf am besten geeigneten für seine Praxis bzw. für sein Labor in die engere Wahl zu ziehen.

Die gesamte Planung kann am Monitor erfolgen, wofür mehrere Software-Systeme zur Verfügung stehen. Der Besucher der IDS findet zum Beispiel Kombinationen aus „Intraoralkamera + Software“, sehr umfangreiche Varianten (z.B. inklusive Erstellung individueller Attachments) und besonders intuitiv bedienbare Programme. Sie arbeiten bis zur Vorstufe für den 3D-Druck physischer Zahnkranzmodelle – entweder mit dem praxiseigenen Drucker oder im zahntechnischen Labor oder über externe Dienstleister aus der Dentalindustrie. Die Herstellung der Aligner selbst erfolgt üblicherweise im Labor.

Je nach Auslegung wird ein virtuelles Ziel-Setup vorgegeben, oder es werden zusätzlich Zwischenziele definiert. Damit lassen sich zum Beispiel komplexe Zahnbewegungen unterteilen (z.B. in Protrusion und Rotation). Auch komplexe Behandlungen liegen im Bereich des Möglichen (z.B. Alignerbehandlung + Multibracketbehandlung im Gegenkiefer). Wer mehr sehen möchte, schaut sich auf der IDS nach Software-Optionen mit Virtual-Reality-Funktionen um (inklusive Test mit der VR-Brille).  

„Die IDS 2019 wird ihre Besucher in all diesen Punkten ein großes Stück weiterbringen“, ist sich Mark Stephen Pace,  Vorstandsvorsitzenden des Verbands der Deutschen Dental-Industrie, sicher. „Das ist wichtig, denn durch eine konsequente kieferorthopädische Behandlung lassen sich zu einem frühen Zeitpunkt Komplikationen in späteren Lebensjahren von vorneherein vermeiden.  Dazu wird die weltgrößte Messe für Zahnmedizin und Zahntechnik in Köln vom 12. bis zum 16. März 2019 wesentlich beitragen.”

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln.

Anmerkung für die Redaktion:

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