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24.11.2008 - 10:10 - Alter: 14 Jahre

IDS-Pressekonferenz am 14. November 2008 in Japan

Ausführungen von Herrn Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH und des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie (VDDI), anlässlich der IDS-Pressekonferenz am 14. November 2008 in Japan, im Vorfeld der IDS 2009 (vom 24.-28. März in Köln)

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen zu unserem Pressetreffen, mit dem wir Ihnen die 33. Internationale Dental-Schau (IDS) 2009 präsentieren möchten. Im Namen der GFDI -Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental Industrie e.V. (VDDI) begrüße ich Sie herzlich und freue mich, Sie zu sehen.

Wir haben Sie eingeladen, um Sie umfassend über die bevorstehende „33. IDS - Internationale Dental-Schau“, die vom 24. bis zum 28. März 2009 in Köln stattfinden wird, zu informieren.

Für Ihr besonderes Interesse an der Internationalen Dental-Schau (IDS) und gleichzeitig auch an den Leistungen der Unternehmen der deutschen Dental-Industrie danke ich Ihnen ganz herzlich.

Die IDS - Internationale Dental-Schau ist die internationale Leitmesse der Dentalwelt und findet alle zwei Jahre in Köln statt. Die IDS wird veranstaltet von der GFDI, dem Wirtschaftsunternehmen des VDDI; mit der Durchführung der IDS ist unser langjähriger Partner, die Koelnmesse beauftragt.

Die Teilnahme an der IDS, der internationalen Leitmesse für Dentalprodukte, ist für Aussteller und Anbieter von innovativen Produkten und für Zahnärzte und Zahntechniker als Anwender von Dentalprodukten sozusagen ein Pflichttermin. Jeder, der in der Dentalbranche als Zahnarzt, Zahntechniker, als Assistentin oder Dentalhygienikerin, Prophylaxehelferin oder auch als Hersteller oder Händler tätig ist, oder es werden möchte, muss zu diesem internationalen Weltmarktplatz nach Köln kommen.

Zurzeit sind wir alle von den weltweiten Wirtschaftsnachrichten betroffen. Die Lage der Weltwirtschaft zeigt sich seit einigen Monaten angespannt. Wir beobachten, dass die Finanzsysteme verschiedener Länder und Wirtschaftsregionen starken Schwankungen und sogar Turbulenzen unterliegen. Regierungen und Wirtschaft sind bestrebt, die angespannte Finanzlage der Weltwirtschaft in den Griff zu bekommen. Erste Erfolge sind bereits sichtbar.

Es wird Sie erfreuen, wenn ich Ihnen heute berichten kann, dass sich unsere deutsche Dental-Industrie bislang als ein stabiler Faktor in einem unruhigen Umfeld erweist. Als überwiegend mittelständisch geprägte Industrie, deren Unternehmen in großer Anzahl inhabergeführt sind, ist unsere Industrie von den Entwicklungen der Finanzmärkte aktuell noch wenig betroffen.

Beeinträchtigungen des Marktgeschehens könnten allenfalls künftig aus dem Nachfrageverhalten der Patienten und der Leistungserbringer entstehen, die in wirtschaftlich unruhigen Zeiten ihr Geld festhalten. Unser Dentalmarkt, ist ein wichtiger Teil des stark wachsenden Gesundheitsmarktes. Wir gehen aufgrund unserer Erfahrungen davon aus, dass die Bereitschaft der Menschen, in ihre eigene Gesundheit zu investieren, aber nicht wesentlich durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

Investitionen in Gesundheit sind Investitionen in das eigene Wohlbefinden, sind Investitionen in die Zukunft. Deshalb sind in der Vergangenheit keine dauerhaften Auswirkungen im Patientenverhalten durch Konjunkturschwankungen entstanden.

Die Nachfrage von Patienten nach Gesundheitsdienstleistungen wird eher durch konkrete Beeinträchtigungen und dem Wunsch bestimmt, wieder gesund zu werden und die Lebensqualität wieder zu erlangen.

Wie ist es um das Investitionsverhalten unserer Abnehmer, der Zahnärzte und Zahntechniker weltweit bestellt? Wir sind davon überzeugt, dass gerade in Zeiten schwieriger Finanzmärkte gezielte Investitionen ins eigene Unternehmen die beste Absicherung der eigenen Finanzen mit einer guten Zukunftsperspektive darstellt.

Es lohnt sich daher für Zahnärzte, Zahntechniker und vor allem auch für die Dentalfachhändler, gerade jetzt den Besuch der Internationalen Dental-Schau einzuplanen, um sich über die aktuellen Innovationen für Praxis und Labor zu und die weltweiten Dentalmärkte zu informieren.

Die medizinisch-technologische Entwicklung und die Investitionen unserer Industrie in Forschung und Entwicklung bringen ständig neue Systemlösungen für Praxis- und Labor hervor, die auch unter Aspekten der Wirtschaftlichkeit für Zahnärzte und Zahntechniker sehr interessant sein dürften. Die gesamte Bandbreite moderner Zahnheilkunde wird auf der IDS 2009 zu sehen und zu erleben sein.

Die IDS 2009 wird ihre Einzigartigkeit in der internationalen Messelandschaft auch diesmal unterstreichen:

  • Nirgendwo auf dieser Welt treffen sich Angebot und Nachfrage in diesem Umfang und in dieser Qualität wie auf der IDS in Köln.

  • Die Angebotsvielfalt von innovativen Produkten und Dienstleistungen und ein außerordentlich hoch qualifiziertes Fachpublikum, wie Sie es auf der IDS in Köln finden, bietet keine andere Dentalmesse der Welt. Die Veranstaltung ist deshalb die unangefochtene globale Leitmesse für Zahnärzteschaft, Zahntechnikerhandwerk, Dental-Industrie und Dentalfachhandel.

  • Die modernen digitalen Kommunikationsmittel sind für uns unersetzlich geworden. Aber nichts kann die unmittelbare Begegnung von Menschen und Geschäftspartnern und die Möglichkeit, sich mit eigenen Augen ein Bild von Produkten und Menschen zu machen, ersetzen. Wer vertrauensvolle Beziehungen im Geschäftsleben aufbauen und vertiefen will, wird den persönlichen Kontakt suchen. Die IDS ist und bleibt das wichtigste Marketing- und Kommunikationsinstrument für die weltweite Dentalbranche.

Herr Kuhrt von der Koelnmesse wird Ihnen in seiner Vorschau auf die IDS 2009 weitere Einzelheiten und Bausteine unserer gemeinsam weiterentwickelten IDS-Messestrategie erläutern.

Bevor wir dazu kommen, möchte ich Ihnen kurz erläutern, welch hohen Stellenwert die Mund- und Zahngesundheit für uns Menschen hat.

 

Die Bedeutung des Dentalbereichs im Gesundheitsmarkt

Innerhalb der weltweiten Gesundheitswirtschaft ist der Dentalmarkt ein wichtiger, spezieller und unabhängiger Teil des expandierenden Gesundheitsmarktes.

Das Wachstum wird unter anderem durch das Entstehen alternder Gesellschaften gefördert, ein Phänomen, das gleichermaßen fast alle Gesellschaften weltweit betrifft. Das Interesse an ästhetischer Zahnheilkunde hat ebenfalls sehr stark zugenommen. Daneben trägt der medizinisch-technische Fortschritt dazu bei, die eigenen Zähne länger zu erhalten. Der kontinuierlich steigende Lebensstandard der Menschen und Volkswirtschaften in Wachstumsländern wie Russland, aber auch China, Indien und Brasilien ist ein weiterer treibender Faktor in der Entwicklung des Gesundheitsmarktes.

Welchen Beitrag leistet nun die Deutschen Dental-Industrie zum weltweiten Gesundheitsmarkt?

 

Die Deutsche Dental-Industrie – Zahlen und Fakten

Die 200 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie beschäftigten in 2007 im In- und Ausland fast 17.900 Arbeitskräfte (+ 2,5 Prozent).

Unsere Mitgliedsunternehmen brachten es im Jahr 2007 auf einen Gesamtumsatz von nahezu 3,8 Milliarden Euro (+ 7,4 Prozent im Vergleich zu 2006). Davon wurden Umsätze von mehr als 2,1 Milliarden Euro auf internationalen Märkten erwirtschaftet eine Steigerung um gut neun Prozent. Dies belegt den Trend, dass die Exportstärke unserer Industrie weiter gefestigt und noch mehr ausgebaut werden konnte.

Die Erwartungen unserer Unternehmen an das Exportgeschäft im laufenden Jahr 2008 sind ähnlich positiv, denn 73 Prozent der VDDI-Mitglieder rechnen mit steigenden Umsätzen, ein knappes Viertel mit Umsatzerwartungen auf dem Vorjahresniveau. Lediglich drei Prozent unserer Unternehmen rechnen für 2008 im Export mit Umsatzrückgängen.

Auf den Inlandsumsatz entfielen im Berichtsjahr gut 1,6 Milliarden Euro, er stieg damit um fast 5 Prozent im 2006er-Vergleich.

Japan gehört traditionell zu den wichtigsten Exportmärkten der deutschen Dental-Industrie in Asien. Seit vielen Jahrzehnten pflegen deutsche Unternehmen ihre Kontakte zu japanischen Partnern und Kunden. Ungefähr jedes 5. Unternehmen der deutschen Dental-Industrie erwirtschaftet derzeit zwischen 5 und 10 Prozent seines Gesamtauslandsumsatzes in Japan. 15 Prozent der in Japan tätigen Unternehmen der deutschen Dental-Industrie verzeichneten im Zeitraum Januar bis Juni 2008 Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich. Die Unternehmen der deutschen Dental-Industrie sehen zudem positiv einem weiteren Wachstum des Handelsvolumens mit Japan entgegen. 20 Prozent der Unternehmen erwarten für den japanischen Markt im zweiten Halbjahr 2008 weitere Zuwächse im Bereich über 10 Prozent, jedes zweite deutsche Unternehmen geht davon aus, das der Absatz in diesem Zeitraum mindestens stabil bleibt.

Meine Damen und Herren,

die Rahmenbedingungen auf den Weltmärkten sind für alle Branchenteilnehmer durch einen stärkeren Wettbewerb geprägt, einem Wettbewerb, dem sich unsere deutschen Unternehmen in dem Bewusstsein stellen, weiter tatkräftig am dentalen Fortschritt mitzuarbeiten und mit Spitzentechnologie die dentale Zukunft mit zu gestalten.

Die allseits bekannten internationalen Währungs- und Wechselkursschwankungen haben gerade auch das Dentalmarktgeschehen beeinflusst, doch konnten unsere Mitgliedsunternehmen ihre Marktposition auf den Weltmärkten weiter stabilisieren und darüber hinaus in vielen Fällen noch deutlich ausbauen.

Die beachtliche Steigerung des Exportvolumens der deutschen Industrie wird sicherlich nicht zuletzt auch maßgeblich durch die positive Entwicklung der europäischen Dentalmärkte gestützt. Diese Wachstumsentwicklung wird nachdrücklich durch eine aktuelle Marktstudie über den europäischen Dentalhandel untermauert. Hierzu möchte ich Ihnen einige Highlights dieser vom europäischen Dentalhandelsverband ADDE (Association of Dental Dealers in Europe) und dem europäischen Dental-Industrieverband FIDE (Federation of the European Dental Industry) herausgegebenen Erhebung aufzeigen:

  • Die absoluten Handelsverkäufe (ohne Metallimplantate) für alle betrachteten Länder stieg um knapp 6 Prozent im 2006er-Vergleich auf knapp 5 Mrd. Euro an.

  • Neben Deutschland verzeichneten weitere große europäische Dentalabsatzmärkte erfreuliche Wachstumsraten: Italien + 11 Prozent, Frankreich + 7,5 Prozent, UK  + 8,6 Prozent.

  • Die Verkäufe von Verbrauchsmaterialien (Sundries) stiegen in Europa um 5 Prozent auf 3,079 Mrd. Euro an.

  • Der europäische Ausrüstungsgüter-Absatz legte um 9 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Euro zu. Die Verkäufe von Metallimplantaten stiegen im Durchschnitt um 12 Prozent auf 685 Mio. Euro.

  • Auf die einzelnen Verkaufssegmente entfallen folgende Marktanteile: Künstliche Zähne: 2 Prozent, Technischer Service: 7 Prozent, Investitionsgüter: 29 Prozent und Verbrauchmaterialien: 62 Prozent.

Zum Schluss meiner Ausführungen möchte ich Ihnen für Ihre umfassende, vorbereitende und begleitende Berichterstattung zur IDS danken. Ihre Beiträge informieren und motivieren die Fachleute aus Ihrem Lande zum Besuch der IDS. Durch Ihre Berichterstattung und Ihre umfassenden Kommunikationsleistungen unterstützen Sie uns in unserem Bemühen, die IDS als Leitmesse zum allseitigen Nutzen der Aussteller und Fachbesucher ständig zu verbessern.

Ich danke für Ihre freundliche Aufmerksamkeit und freue mich auf ein Wiedersehen 2009 in Köln!

sti/Hei



< Pressekonferenz am 10.09.2008 in Moskau, im Vorfeld der IDS 2009

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