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Kostendämpfung im Gesundheitswesen darf zahnmedizinische und zahntechnische Versorgung nicht gefährden

Dental-Industrie warnt vor indirekten Auswirkungen des GKV-Gesetzentwurfs auf Innovation, Versorgungsqualität und langfristige Mundgesundheit

VDDI-PM zum Referentenentwurf BMG - Köln, den 22.04.2026

Der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung adressiert nachvollziehbar die angespannte Finanzlage der GKV und die überdurchschnittlich steigenden Ausgaben.

Aus Sicht der Dental-Industrie ist jedoch zu berücksichtigen, dass die zahnmedizinische Versorgung bereits heute nur in Teilen über die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt ist. Ein erheblicher Anteil moderner, qualitativ hochwertiger Versorgungsleistungen wird außerhalb der GKV finanziert. Vor diesem Hintergrund ist die unmittelbare Einsparwirkung im dentalen Bereich begrenzt, während gleichzeitig indirekte Auswirkungen auf Versorgungsstrukturen zu erwarten sind.

Die im Entwurf vorgesehene Begrenzung von Preis- und Vergütungsentwicklungen entlang der Versorgungskette kann Investitionsspielräume einschränken und damit die Einführung innovativer Materialien und Technologien verzögern.

Die Leistungserbringer in Zahnarztpraxis und Dentallabor benötigen für ihre Arbeit an Patienten moderne Technologien für eine zeitgemäße Therapievielfalt. Um in Praxis und Labor investieren zu können, ist ein angemessener „return-on-investment“ unabdingbare Voraussetzung.

„Eingriffe entlang der Versorgungskette können Qualität, Verfügbarkeit und Weiterentwicklung moderner Therapien beeinträchtigen“, sagt Mark Stephen Pace, der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), und betont, dass die langfristige Mundgesundheit der Bevölkerung und die Innovationsfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt werden müssten: „Die Patienten sollten weiterhin am medizinisch-technischen Fortschritt teilhaben können.“

Vor diesem Hintergrund sollte im weiteren Gesetzgebungsverfahren sichergestellt werden, dass notwendige Konsolidierungsmaßnahmen nicht zu Lasten der langfristigen Mundgesundheit der Bevölkerung gehen.

 

Der Verband der Deutschen Dental-Industrie vertritt rund 200 Hersteller von dentaler Medizintechnik. Die Mitgliedsunternehmen umfassen kleine und mittlere Industriebetriebe bis hin zu Weltkonzernen. Mit rund 20.500 Mitarbeitern erwirtschaften die Dentalhersteller einen Gesamtumsatz von 6,3 Mrd. Euro. Der Inlandsumsatz beläuft sich auf rund 2,4 Mrd. Euro. Die Exportquote beträgt rund 63%. Der Verband besteht seit 1916 und ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

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