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Dentale CAD/CAM-Systeme weiter auf dem Vormarsch – ein zentrales Thema der IDS 2011

Aktuelle Entwicklungen in der CAD/CAM-Technologie – Intra- und

extraorale Digitalisierung – CAD/CAM und digitales Röntgen in Prothetik

und Implantologie – Werkstoffvielfalt für mehr Chancen in Praxis und

Labor – ein Schwerpunktthema der IDS

Digitale High-Tech-Verfahren bestimmen zunehmend den Arbeitsalltag in Zahnarztpraxis und Dentallabor. Dies gilt besonders, wenn es um die präzise Gestaltung und Fertigung von klassischem oder implantatgetragenem Zahnersatz geht. Allein bei hochwertigen vollkeramischen Restaurationen bewegen sich die Fallzahlen seit Beginn dieses Milleniums im höheren zweistelligen Millionenbereich – zweifellos ein Erfolg moderner CAD/CAM-Technik. „Dieser wissenschaftliche und technologische Fortschritt erfasst heute sämtliche Disziplinen der Zahnheilkunde. Die Bedeutung digitaler Verfahren für die Chancen des Teams aus Zahnarzt und Zahntechniker lässt sich ohne Übertreibung als revolutionär bezeichnen“, erläutert Dr. Martin Rickert,
Vorstandsvorsitzender des VDDI (Verband der Deutschen Dental-Industrie). Den Anwendern stehen heute digitale Methoden zur Verfügung, die eine passgenaue und dabei wirtschaftliche Gestaltung und Herstellung von Kronen- und Brückengerüsten bis hin zu komplexen implantatgetragenen Suprastrukturen ermöglichen. Seit Jahren wird die CAD/CAM-Technologie durch eine intensive Forschungsund Entwicklungsarbeit von Wissenschaft und Dentalindustrie fortentwickelt. Inzwischen sind digitale Konstruktions- und Herstellungsverfahren in den meisten Praxis- und Laborbetrieben fest etabliert und haben insbesondere den Disziplinen Prothetik und Implantologie wichtige Impulse gegeben. Über den aktuellen Stand der Digitaltechnik können sich Zahnärzte, Zahntechniker und Praxismitarbeiter optimal auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) vom 22. bis 26. März 2011 in Köln informieren und von den Herstellern beraten lassen. Bei der CAD/CAM-gestützten Herstellung dentaler Restaurationen werden nach einer materialgerechten Präparation die Oberflächen der präparierten Zähne sowie eventuell der Nachbarzähne und Antagonisten digital dreidimensional erfasst, damit die Daten computergestützt verarbeitet werden können. Dies kann – unter Verzicht auf eine konventionelle Abformung der klinischen Situation – alternativ durch eine intraorale Digitalisierung geschehen. Zur berührungslosen intraoralen Erfassung der Zahnoberflächen hat die Dentalindustrie in den letzten Jahren innovative opto-elektronische Gerätesysteme entwickelt. Sie können die unter den besonderen, durchaus schwierigen Bedingungen des Mundraumes die Präparationen oder Zähne aus verschiedenen Aufnahmewinkeln und durch eine Vielzahl von Einzelmessungen erhobenen Raumkoordinaten zu einem kompletten Modelldatensatz zusammenfügen. Bei solchen Modellberechnungen sind gegebenenfalls noch Korrekturen aufgrund des individuellen Weichgewebestatus oder wegen der unterschiedlichen Transluzenzen der Zahnoberflächen anzubringen, um die benötigte Messgenauigkeit sicherzustellen. Alternativ zu berührungslosen intraoralen Verfahren bilden – heute, wie auch zukünftig – Abformungen mit hochwertigen Materialien den klassischen Weg zum digitalisierten Modell. Ein aus der Abformung entstandenes Meistermodell wird anschließend extraoral-optisch dreidimensional erfasst. Dazu gibt es heute eine Vielzahl präziser Laserscanner und eigens dazu entwickelter CAD-Software. Optional verknüpft und ergänzt werden diese Systeme durch neue Entwicklungen bei bildgebenden Verfahren. Dem Behandler steht heute eine ganze Palette leistungsfähiger bildgebender Methoden und anwenderfreundlicher Software zur Verfügung, die dank des verwendeten internationalen DICOM-Standards kompatibel und herstellerübergreifend
eingesetzt werden können. Besonders sind hier Computertomographie und digitale Volumentomographie zu nennen, mit deren Hilfe sich beispielsweise Implantatplanungen präzise am Bildschirm durchführen lassen. Aktuelle digitale Planungsmethoden verstärken die ohnehin enge Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker bei prothetischen oder implantologischen Therapiemaßnahmen. Moderne CAD-Programme berechnen die erzeugten Digitaldaten der Zahnstümpfe, Implantatpfeiler oder Gipsmodelle zu komplexen klinischen Situationsoberflächen. Auch okklusale Merkmale von Antagonisten oder Nachbarzähnen bis hin zu gesamten Kontaktpunktemustern können so am Computer erzeugt werden. Individuelle Funktionen, wie etwa ein ungestörter freier Gleitraum, lassen sich elegant konstruieren und durch die CAD/CAM- und CNC-Frästechnik in Kronen- und Brückengerüste umsetzen. Dazu steht der CAD/CAM-Technologie eine ständig größer werdende Palette von Werkstoffen zur Verfügung: Neben den Oxidkeramiken – vor allem Zirkondioxid – werden zunehmend Gerüste auch aus Titan oder Kobalt-Chrom gefräst. Hier hat sich eine Arbeitsteilung zwischen dem konstruierenden Dentallabor und dem externen, für die technisch aufwändige Verarbeitung metallener Materialien geeigneten, industriellen Fräszentrum bewährt. Spezialisierte Dentalfirmen bieten inzwischen sogar die Konstruktion und Herstellung komplexer steg- oder brückengetragener Suprastrukturen an, wobei sich das auftraggebende Labor anschließend ganz auf die Veredlung aus Keramik oder Kunststoff konzentrieren kann. Neben diesen subtraktiv-indirekten Verfahren, die Zahnersatz mittels CAD/CAM aus Werkstoff-Rohlingen durch Materialabtrag herstellen, kommen auch additiv-direkte Verfahren in der Prothetik zum Einsatz. Sogenannte Rapid-Prototyping-Technologien ermöglichen ein Urformen mit verschiedenen Keramik-, Kunststoff- oder Metallwerkstoffen direkt aus dem CAD-Programm heraus. Durch moderne Verfahren – wie Lasersintern, Stereolithographie oder Fused-Deposition-Modelling – können die erforderlichen Materialschichten sukzessiv und mit hoher Präzision bis zur Endgestalt der Restauration aufgetragen werden, ohne dass zuvor eine Form hergestellt werden müsste. Zahnärzte und Zahntechniker bekommen während des Besuchs der IDS 2011 die einzigartige Gelegenheit, sich einen umfassenden Überblick über die neuesten Konzepte der dentalen CAD/CAM-Technologie zu verschaffen. "Dem Fachbesucher aus Praxis und Dentallabor bietet die Internationale Dental-Schau, die weltgrößte Messe für Zahnmedizin und Zahntechnik, in Köln vom 22. bis 26. März 2011 die beste Gelegenheit, sich in Gesprächen mit Spezialisten von Ausstellerfirmen, Experten und erfahrenen Anwendern umfassend über das Spektrum moderner CAD/CAM-Verfahren und aktueller Entwicklungen der dentalen Digitaltechnik zu informieren", sagt Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI. Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI – Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln. Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial von der vergangenen IDS Köln finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.ids-cologne.de im Bereich „Für die Presse“. Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

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