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Die deutsche Dentalindustrie als wichtiger Teil des weltweiten Gesundheitsmarktes

Zahlen, Daten, Fakten zur Bedeutung des nationalen Dentalmarktes für die internationalen Gesundheitsmärkte

Die deutsche Dentalindustrie ist ein wichtiger und unabhängiger Teil des weltweiten Gesundheitsmarktes, der mittel- und langfristig als ein bedeutender Wachstumsmarkt angesehen werden kann. Die Mitgliedsunternehmen des VDDI brachten es im Jahr 2007 auf einen Gesamtumsatz von nahezu 3,8 Milliarden Euro. Davon wurden Umsätze von mehr als 2,1 Milliarden Euro auf internationalen Märkten erwirtschaftet, eine Steigerung um gut 9 %. Der weltweite Dentalmarkt wird von Fachleuten auf mehr als 15 Milliarden Dollar (2006) geschätzt, bei jährlichen Wachstumsraten von fünf bis sechs Prozent. Wachstumsförderer sind unter anderem die alternde Weltbevölkerung, ein zunehmendes Interesse an ästhetischer Zahnheilkunde, der längere Erhalt der eigenen Zähne und der steigende Lebensstandard in den sich rasant entwickelnden Schwellenländern. Der Heimatmarkt Deutschland
Das Gesundheitswesen in Deutschland ist eine sehr vielgestaltige Branche mit erheblichem Wachstumspotenzial. Zurzeit sind mehr als 4,6 Millionen Menschen in 800 Gesundheitsberufen in der Gesundheitsbranche beschäftigt. Die Gesundheitswirtschaft mit dem ersten und zweiten Gesundheitsmarkt wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein starker Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft sein. Der Jahresumsatz der Gesundheitswirtschaft belief sich nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS, Mai 2008) im Jahr 2006 auf insgesamt 245,0 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um 5,7 Milliarden Euro oder 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit belaufen sich die Gesundheitsausgaben auf 10,6 % des Bruttoinlandsproduktes oder gut 2.970 Euro je Einwohner (2005: 2.900 Euro). Der größte Träger von Ausgaben im Gesundheitswesen war im Jahr 2006 mit 139,8 Milliarden Euro die gesetzliche Krankenversicherung. Die privaten Haushalte und privaten Organisa¬tionen ohne Erwerbszweck wandten 33,3 Milliarden Euro für die Gesundheit auf, die private Krankenversicherung zahlte 22,5 Milliarden Euro für Gesundheitsausgaben. In Deutschland spielen die Einrichtungen der ambulanten Gesundheitsversorgung von jeher eine herausragende Rolle. Auf diese Einrichtungen entfiel im Jahre 2006 fast die Hälfte der gesamten Ausgaben (118,6 Milliarden Euro oder 48,4%). Betrachtet man das Ausgabenvolumen, so waren Arztpraxen (36,4 Milliarden Euro), Apotheken (34,7 Milliarden Euro) und Zahnarztpraxen (15,8 Milliarden Euro) die bedeutsamsten ambulanten Einrichtungen. Die Zahl der Beschäftigten in der gesamten Dentalbranche, also in Zahnarztpraxen, Dentallaboren, Dentalfachhandel und Dentalindustrie beläuft sich zurzeit auf mindestens 300.000 Mitarbeiter. Die Deutsche Dental-Industrie in Zahlen
Die 200 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie (VDDI e.V.) beschäftigten in 2007 im In- und Ausland fast 17.900 Arbeitskräfte. Dies stellt einen Zuwachs von 2,5 % gegenüber 2006 dar. Dieser Anstieg ist hauptsächlich durch die Entwicklung in den ausländischen Produktionsstätten bedingt, denn dort wurde ein Plus von knapp 4,5 % erzielt. Die Mitglieds-unternehmen des VDDI brachten es im Jahr 2007 auf einen Gesamtumsatz von nahezu 3,8 Milliarden Euro. Dies ist ein Zuwachs um 7,4 % im Vergleich zum Jahr 2006. Davon wurden Umsätze von mehr als 2,1 Milliarden Euro auf internationalen Märkten erwirtschaftet, eine Steigerung um gut 9 %.
Die Erwartungen der VDDI-Mitgliedsunternehmen an das Exportgeschäft im laufenden Jahr 2008 sind ähnlich positiv, denn 73 % der VDDI-Mitglieder rechnen mit steigenden Umsätzen, ein knappes Viertel mit Umsatzerwartungen auf dem Vorjahresniveau. Lediglich 3 % aller Mitgliedsunternehmen rechnen für 2008 im Export mit Umsatzrückgängen. Auch die Ergebnisse für 2007 belegen den Trend, dass die Exportstärke der Industrie weiter gefestigt und noch mehr ausgebaut werden konnte. Auf den Inlandsumsatz entfielen im Berichtsjahr gut 1,6 Milliarden Euro, er stieg damit um fast 5 % im 2006er-Vergleich. Der für die deutsche Dental-Industrie wichtige Heimatmarkt Deutschland hat indes keineswegs an Bedeutung eingebüßt. Im Gegenteil: Die immer noch spürbaren Rückgänge im Inlandsgeschäft aufgrund der Gesundheitsreform von 2005 konnten im vergangenen Jahr weiter teilweise aufgeholt werden. Auch die Erwartungen der Dental-Industrie an das Inlandsgeschäft 2008 sind überwiegend von Optimismus geprägt, denn zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen rechnen laut einer verbandsinternen Umfrage mit steigenden Umsätzen. 35 % der befragten Unternehmen gehen davon aus, im laufenden Jahr in Deutschland Umsätze in mindestens gleicher Höhe des Vorjahres machen zu können. Zahlen und Fakten
Jahr Gesamtumsatz Exportanteil Beschäftigte
1997 2,01 Mrd. Euro 0,80 Mrd. Euro 13.265
1998 2,12 Mrd. Euro 0,82 Mrd. Euro 11.954
1999 2,11 Mrd. Euro 0,95 Mrd. Euro 13.216
2000 2,63 Mrd. Euro 1,04 Mrd. Euro 16.500
2001 2,79 Mrd. Euro 1,22 Mrd. Euro 16.411
2002 3,08 Mrd. Euro1) 1,378 Mrd. Euro 17.000
2003 3,11 Mrd. Euro 1,52 Mrd. Euro 17.118
2004 3,20 Mrd. Euro 1,60 Mrd. Euro 17.151
2005 3,20 Mrd. Euro2) 1,80 Mrd. Euro 17.190
2006 3,50 Mrd. Euro2) 1,90 Mrd. Euro 17.500
2007 3,80 Mrd. Euro2) 2,1 Mrd. Euro 17.900 1) inkl. Umsatz aus eigener ausländischer Fertigung 2) ab 2005 geänderte Berechnungsgrundlage
Quelle: Notarielle Umsatzerhebung des VDDI unter seinen Mitgliedern
Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln. Anmerkung für die Redaktion
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