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IDS - Internationale Dental-Schau - 2007 in Köln

SCHLUSSBERICHT IDS 2007: Führende Dentalmesse der Welt bricht alle Rekorde: Mehr Besucher, Aussteller und Fläche

100.000 Besucher* (150 Länder); 1.742 Aussteller (54 Länder); 130.000 m²

IDS-Teilnehmer begeistert von Angebot, Besuchermenge und -qualität Mit einem erneuten Besucherzuwachs, um rund 6 Prozent auf nun nahezu 100.000*, ging heute in Köln nach fünf Tagen die IDS - 32. Internationale Dental-Schau -, die weltgrößte Messe für Zahnmedizin und Zahntechnik, zu Ende. Sie ist höchst international: 35 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland, aus 150 Ländern. Von den Ausstellern kamen 62 Prozent aus dem Ausland, die Zahl der beteiligten Länder lag bei 54. Damit ist die alle zwei Jahre in Köln stattfindende IDS auch in diesem Jahr wieder eine Rekordveranstaltung in allen Belangen: Die Zahl der ausstellenden Unternehmen stieg um exakt 200 Anbieter auf nun 1.742, die Brutto-Hallenfläche von 107.000 auf 130.000 Quadratmeter. "Die Veranstaltung übertrifft jedes Mal aufs Neue das schon hervorragende Ergebnis der Vorveranstaltung. Besucher und Aussteller sind begeistert von der IDS, nirgendwo treffen sich Angebot und Nachfrage in diesem Umfang und in dieser Qualität. Auf der IDS kommt die gesamte Branche aus aller Welt zusammen. Die Veranstaltung ist die unangefochtene globale Leitmesse für Zahnärzteschaft, Zahntechnikerhandwerk, Dental-Industrie und Dentalfachhandel," fasste Dr. Martin Rickert, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie (VDDI), zusammen. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH, ergänzte: "Die IDS fasziniert ihre Teilnehmer. Aussteller berichten von vollen Auftragsbüchern, Besucher freuen sich über die umfassende Angebotsbreite und -tiefe. Die neue Infrastruktur der Koelnmesse mit Südeingang, Boulevard und Piazza hat höchstes Lob bekommen!" "Der Besuchertraffic war einfach fantastisch!" fasste ein IDS-Aussteller stellvertretend für viele andere den Ansturm der Besuchermassen zusammen. Aber nicht nur die Quantität stimmte. "Die Qualität war noch nie so hoch wie bei dieser IDS," war bei vielen Anbietern zu hören. Eine unabhängige Besucherbefragung bestätigt diesen Eindruck: So treffen rund 37 Prozent der diesjährigen IDS-Besucher ausschlaggebend Beschaffungsentscheidungen, 2005 waren es 32 Prozent. Insgesamt sind fast 84 Prozent an der Beschaffung beteiligt. Alle Berufsgruppen der Branche aus aller Welt seien vor Ort gewesen, hieß es an den Ständen. Die größten Gruppen kommen laut Befragung aus den Zahnarztpraxen, aus Dentalhandel, Dentalindustrie und Dentallabor, aber auch Schule und Universität sind sehr gut vertreten. Über 33 Prozent der Befragten sind Mitglieder von Geschäfts-, Unternehmens- oder Betriebsleitungen. Mehr als 81 Prozent der Besucher waren mit dem Ausstellungsangebot zufrieden bzw. sehr zufrieden, fast alle gaben der IDS die Note "Empfehlenswert": 96 Prozent sagten, "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich" einem guten Geschäftsfreund den Besuch auf der IDS zu empfehlen. Rund 80 Prozent wissen schon jetzt, dass sie "sicherlich" bzw. "wahrscheinlich" 2009 zur nächsten IDS wieder kommen werden. IDS 2007 die internationalste aller Zeiten - Aussteller mit Top-Umsatz
"Die IDS war in diesem Jahr so international wie noch nie!" Diese Einschätzung eines Ausstellers fand breite Zustimmung. Die offiziellen Zahlen bestätigen das: 62 Prozent der Aussteller aus 54 Ländern kamen aus dem Ausland, ebenso 35 Prozent der Besucher aus 150 Ländern, von Argentinien und Brasilien über Japan und Korea, Ägypten und Südafrika, Australien und Neuseeland, ganz Europa sowie den USA und Kanada. Ein deutliches Wachstum beim Besuch aus der EU, aus Osteuropa sowie Mittel- und Südamerika verzeichnet die IDS 2007. Viele Unternehmen stellten ihre Vertriebsteams im Vorfeld noch internationaler auf, einige bereiten dies schon jetzt für die nächste IDS 2009 vor. Auch unter ökonomischen Gesichtspunkten war die IDS 2007 für viele Unternehmen eine sehr gute Veranstaltung. "Wir haben deutlich mehr Umsatz gemacht als 2005!" meldeten etliche Aussteller. So hatte zum Beispiel ein Unternehmen bereits nach dem zweiten Messetag den Gesamtumsatz der Vorveranstaltung in nahezu Millionenhöhe erreicht. Auch als Kommunikations- und Kontaktforum bestätigte die IDS ihren Spitzenstatus. Von guten Neukontakten sprachen die Aussteller genauso wie von einem hohen Interesse der Besucher an den Innovationen auf ihren Ständen. Aussteller und Besucher noch besser auf die Messe vorbereitet
Zu der Rekord-Ausstellungsfläche von 130.000 Brutto-Quadratmetern und den gegenüber 2005 zwei zusätzlichen Hallenebenen 3.2 und 4.2 trugen nicht nur die über 250 Neuaussteller, sondern auch etliche bisherige IDS-Teilnehmer bei. Die Vergrößerungen ihrer Stände, die sie für dieses Jahr beschlossen hatten, haben sich durch die Bank gelohnt. "Die größere Aufmerksamkeit war sehr wichtig," hieß es. Aber auch die Besucher seien in diesem Jahr noch besser auf die Messe vorbereitet gewesen, bemerkten viele Firmen. Dazu hätten vor allem die Online-Angebote, die VDDI/GFDI und Koelnmesse im Vorfeld geboten hätten, beigetragen. Als Beispiele wurden der Online-Shop genauso genannt wie das Tool des Business-Matchmaking. Sehr zufrieden waren die IDS-Teilnehmer auch mit dem modernisierten Gelände der Koelnmesse. "Der neue Südeingang ist sehr einladend, die Open Air-Piazza wurde trotz schlechten Wetters gerne und viel genutzt," hieß es. Auch für die Logistik gab es sehr gute Noten. BZÄK: Konzept, Internationalität und Größe der IDS sehr gut
"Ich bin begeistert!" Mit diesen Worten zog Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Bilanz der IDS 2007. Gesamtkonzept, Internationalität und Größe der Veranstaltung seien sehr gut, die IDS sei bis ins Feinste hervorragend organisiert, ergänzte er. Von den Innovationen seien die Zahnärztinnen und Zahnärzte beeindruckt, berichtete Dr. Weitkamp. Der Kammerpräsident wörtlich: "Es sind vor allem viele kleine Neuerungen zu entdecken, die unsere tägliche Arbeit erleichtern!" Sein Fazit: "Wir können froh sein, dass ein solches Weltereignis in Deutschland stattfindet. Wenn ein Zahnarzt in diesem Jahr nicht hier war, sollte er schon jetzt den Besuch der Veranstaltung 2009 mit dem Praxisteam einplanen!" Als eines der Kernthemen des Informationsaustauschs und der Diskussion auf dem BZÄK-Gemeinschaftsstand nannte Dr. Weitkamp die aktuelle Lage im deutschen Gesundheitswesen. Die deutschen Zahnärzte hätten sich trotz der ständigen Regulierungswut und Drangsalierung des Wachstumsmarktes Gesundheit durch die Politik ihre Neugier und Suche nach Innovationen bewahrt. VDZI sehr zufrieden mit der IDS 2007
Jürgen Schwichtenberg, Präsident des Verbandes der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI), zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der IDS: "Die Messe eignet sich optimal zur Präsentation der Stärken und Leistungen des Zahntechniker-Handwerks in Deutschland. Sie ist die ideale Informations- und Kommunikationsplattform. Dentechnica-Forum, der Nachwuchswettbewerb um den ,Gysi-Preis' und das Internationale Zahntechniker-Forum sind absolute Highlights für den gesamten Berufsstand. Darüber hinaus ist es uns gelungen, die neue Dachmarke Q-AMZ als umfassenden Qualitätsbegriff für Innungsfachbetriebe branchenweit zu platzieren. Der Zahnarzt weiß, dass das wohnortnahe Labor ihm die gesamte Palette zahntechnischer Lösungen kombiniert mit einem hohen Erfahrungsschatz bietet!" IDS 2007 mit Rekordergebnis - Alle Zahlen auf einen Blick
Die IDS - 32. Internationale Dental-Schau - 2007 in Köln erreichte Rekordzahlen bei den Besuchern, den Ausstellern und der Fläche. Auf einer Brutto-Hallenfläche von 130.000 Quadratmetern (2005: 107.000 Quadratmeter) präsentierten 1.742 Anbieter aus 54 Ländern (2005: 1.542 aus 48 Ländern) die neuesten Produkte und Methoden aus der gesamten dentalen Welt. Darunter waren 664 ausstellende Firmen aus Deutschland sowie 1.078 aus dem Ausland. Neben Deutschland kamen die größten Beteiligungen aus den USA mit 186, aus Italien mit 178 und aus der Schweiz mit 69 Anbietern. Die Internationalität lag auf Ausstellerseite bei 62 Prozent. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen nahezu 100.000 Fachbesucher aus 150 Ländern* zur Internationalen Dental-Schau, davon rund 35 Prozent aus dem Ausland. Die Zahl der Besucher insgesamt stieg im Vergleich zu 2005 (Rd. 94.000 Besuche von 77.000 Besuchern) um rund 6 Prozent, die aus dem Ausland um ca. 12 Prozent. Zu den am meisten vertretenen Warengruppen zählten zahnärztliche Spezialgeräte, Handinstrumente, Arbeitsmittel und Hilfsstoffe für Zahnärzte und Zahntechniker sowie Zahntechnikgeräte, Desinfektionsgeräte und -zubehör, außerdem Werkzeuge und Dienstleistungen. Alle Zahlen sind nach den Richtlinien der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) berechnet und unterliegen der Kontrolle durch einen Wirtschaftsprüfer (www.fkm.de). 2009 findet die IDS - 33. Internationale Dental-Schau - in Köln von Dienstag, 24., bis Samstag, 28. März, statt. Veranstalter des fachlichen Rahmenprogramms werden wieder der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen e.V. (VDZI), Frankfurt, (http://www.vdzi.de) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Berlin (http://www.bzaek.de) sein.
Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet vom Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V., Köln, (http://www.vddi.de) vertreten durch seine GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln. Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial von der IDS finden Sie in unserer Bilddatenbank im Bereich "Für Presse" unter "Fotos".
*In dieser Zahl sind - im Unterschied zu 2005 - auch die Besucher berücksichtigt, die die Messe an mehreren Tagen besucht haben. Die Berechnung erfolgt nach dem im internationalen Messewesen üblichen Standard, den in Deutschland die Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) sicherstellt. --------------- Anhang: Fachliche Betrachtung der IDS 2007
Die moderne Verbindung zwischen High-tech und hochzufriedenem Patienten Seit fünf Jahren treibt der Wunsch vieler Patienten nach Mundgesundheit und Ästhetik bis ins hohe Alter die Dentalbranche mit noch höherer Geschwindigkeit voran als in den 50 Jahren davor. Zwar sind die Grundbedürfnisse der Menschen im Wesentlichen gleich geblieben, doch heute lassen sie sich wirklich befriedigen - zumindest in der Zahnheilkunde. Es ist vor allem eine leistungsfähige Digitaltechnik, die die Möglichkeiten in Diagnose und Therapie bis hin zu Kronen, Brücken und Implantaten deutlich verbessert. Einen neuerlichen Schub hat die Internationale Dental-Schau 2007 gegeben, die weltweit alle wichtigen Entwicklungen in diesem Gesundheitsbereich präsentiert. Scharfe Diagnose - gezielte Therapieplanung
Im Bereich der Diagnose hat insbesondere die Röntgentechnologie einen fundamentalen Wandel vollzogen: analog ist out - digital ist in. Zu den im Einzelnen nochmals verbesserten Speicherfoliensystemen oder CMOS- bzw. CCD-Sensoren hinaus haben sich moderne, in Platzbedarf wie Preis speziell auf die Zahnarztpraxis zugeschnittene Volumentomographen gesellt. Sie erreichen zwar noch nicht die Auflösung der klassischen Verfahren, bieten dafür aber dreidimensionale Bildinformationen. Die in praxisüblichen Bissflügelaufnahmen nicht zu identifizierende aktive Karies auf Glattflächen oder in Fissuren kann jetzt ein Fluoreszenz-System sichtbar machen. Neben dem bakteriellen Befall spielen auch Pilzinfektionen eine große Rolle. Besonders bei Prothesenträgern und immungeschwächten Patienten kommen sie häufig vor. Mehr als 99 Prozent der potenziellen Erregertypen analysiert das molekulargenetische Labor erstmals schnell und präzise mit Hilfe eines DNA-Chips. Die aktuell verbesserten Diagnosemöglichkeiten gestatten eine immer individuellere Behandlung. Dabei setzt sich der Trend zu minimalinvasiven Eingriffen fort. So hilft eine dreidimensionale Darstellung, auch einen verlagerten Weisheitszahn deutlich schonender zu entfernen. Zweidimensionales Röntgen entwickelt in Kombination mit den aktuellen Filterfunktionen der zugehörigen Software in vielen Bereichen neue Stärken. Bei endodontischen Behandlungen sind jetzt selbst ISO-06-Feilen deutlich zu erkennen. So kann der Wurzelkanal genau in der richtigen Länge aufbereitet werden. Unter "Fluoreszenz-Kontrolle" lässt sich Karies ohne unnötigen Verlust an gesunder Zahnhartsubstanz entfernen. Ein neues Handstück für einen Karies abtragenden Laser gibt dank seiner taktilen Führung mit Kontakt zum Zahn dem Behandler besonders im schwer einsehbaren Molarenbereich Sicherheit und vermag darüber hinaus zugleich zwischen gesundem und von Karies befallenem Gewebe zu differenzieren. Weniger laseraffine Zahnärzte greifen auf Keramikfräser zurück. Diese versprechen ein gezieltes Entfernen von kariösem weichen - bei Schonung des gesunden harten - Dentins. Adhäsive immer fehlertoleranter
Nach der Exkavation folgt im Praxisalltag oftmals eine klassische direkte Füllung. Dieses Thema hielt vor der IDS 2007 so mancher vielleicht schon für ausgereizt, doch macht beispielsweise die Adhäsivtechnik immer noch deutliche Fortschritte. Zwar ist eine penible Einhaltung der Anwendungsvorschriften auch heute noch das A und O, doch die Systeme werden robuster. So bildet sich bei bestimmten Adhäsiven der jüngsten Generation die Hybridschicht selbst dann mit einem hinreichenden Vernetzungsgrad aus, wenn statt des idealen "wet bonding" trockengeblasen wurde. Neue Füllungsmaterialien unterbieten sich gegenseitig bei den Werten für den Polymerisationsschrumpf. Darüber hinaus haben aktuelle Studienergebnisse Fluorid freisetzende Materialien neuen Schwung verliehen. Vollkeramik gewinnt Terrain
Werden bei stärkerer Zerstörung oder Verlust von Zähnen indirekte Restaurationen notwendig, so fällt die Wahl immer häufiger auf Keramik. Schon rund ein Fünftel aller Kronen wird heute metallfrei angefertigt. Insbesondere der Werkstoff Zirkonoxid gewinnt weiter an Bedeutung, und die marktgängigen CAD/CAM-Systeme erfahren neue Erweiterungen. Eine Hochgeschwindigkeits-Produktionsmaschine, die in Fräszentren verwendet werden kann, ermöglicht dank einer besonderen Anordnung ihrer fünf Achsen und der diagonalen Laufrichtung besonders große Freiheiten bei der Formgebung und Gestaltung, beispielsweise in unter sich gehenden Bereichen. Vor allen Dingen jedoch haben sich die Optionen bei der Fertigung vollkeramischer Restaurationen vervielfacht: chairside oder labside, im eigenen Betrieb fräsen oder extern, via Wachsmodellation oder über die Konstruktion am Bildschirm zum perfekten Gerüst gelangen. Hier kommt es heute weniger auf die technische Machbarkeit als auf Wirtschaftlichkeit, persönliche Vorlieben und die Positionierung des zahntechnischen Labors bzw. der Praxis an. Insbesondere für Zirkonoxid lassen sich mit Hilfe der Überpresstechnik dem Patienten preislich abgestufte Therapievorschläge unterbreiten. Andererseits bieten neue EM-Werkstoffe jedoch dank des heute möglichen Verzichts auf Komponenten wie Palladium und Kupfer gegenüber herkömmlichen Produkten eine besondere Bioverträglichkeit und werden so für sensible Patienten interessant - zum Beispiel im Falle eines Risikos für Unverträglichkeitsreaktionen auf Methacrylate aus Adhäsiven. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen weiter entwickelte Nicht-Edelmetall-Legierungen, die sich zum Beispiel im Labor einfacher und sicherer verarbeiten lassen als ihre Vorgänger. Als weitere Alternativen bieten sich unter anderem innovative Silber-Basis-Legierungen und gefrästes Titan an. Rechner unterstützt komplexe Behandlungsplanung
Außer Vollkeramik boomt weiterhin die Implantologie, wobei sich die Erkenntnisse aus diesem Bereich und aus der Parodontologie gegenseitig befruchten. Denn sowohl für eine langfristig gute Prognose als auch für eine perfekte Ästhetik ist die harmonische Abstimmung von Restaurationen und Gingivaverlauf, von Weichgewebs- und Knochenmanagement unerlässlich. Auch in diesem Bereich leistet die digitale Diagnostik einen wertvollen Beitrag. Vor allem jedoch ermöglicht sie im Zusammenspiel mit Daten von Laserscannern für Modellunterlagen und mit dreidimensionaler Software-Navigation am Computer eine sichere Planung: optimale Anordnung von Implantaten, präzise schleimhautgetragene Bohrschablonen, exakte Tiefenbohrungen selbst bei beengten Platzverhältnissen - so lässt sich das angestrebte Behandlungsziel sicher erreichen. Nicht alles, was dabei hilft, ist jedoch computergesteuert! Dies zeigt beispielsweise eine neuartige Knochensäge, die die Funktionen eines "Lindemann" und des üblicherweise in einem zweiten Schritt verwendeten diamantierten Instruments vereint. Die vereinfachte Vorgehensweise zahlt sich sowohl bei einer Wurzelspitzenresektion als auch beim Entfernen von benachbartem Knochengewebe oder bei der Präparation von "Knochendeckeln" aus - ohne Aufwiegelung des umgebenden Weichgewebes. So kann der implantologisch bzw. endodontisch tätige Hauszahnarzt jetzt viele chirurgische Eingriffe, die bisher eine Überweisung zum Spezialisten erforderten, leichter selbst vornehmen. Ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg stellt stets das Vermeiden einer Periimplantitis dar. Dafür lassen sich Hohlräume und Spalten in zusammengesetzten Implantaten nun bereits beim ersten Eindrehen der Verschlussschraube mit Spezial-Sealern versiegeln und so vor schleichender Verkeimung schützen. Dank der modernen Oberflächentechnologie verbessern sich die Prognose und die Einheilzeiten für implantologische Behandlungen zunehmend. Ein Beispiel stellt die innovative Beschichtung von Implantatoberflächen auf der Basis von nanokristallinem Calciumphosphat dar. Der Wert des Behandlungsergebnisses für den Patienten wird darüber hinaus durch eine immer ausgereiftere ästhetische Implantatprothetik - zum Beispiel wiederum mit Zirkonoxid - gesteigert. Auch in der Kieferorthopädie erwarten die Patienten heute vermehrt, dass die behandlungsnotwendigen Apparaturen möglichst dezent sind. Minischrauben als skelettale Verankerung gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann in vielen Fällen auf eine umfangreiche Nutzung von Brackets verzichtet werden. Darüber hinaus bieten aus Kunststoff gefertigte Schienen den Vorteil, durchsichtig zu sein - zur Freude des Patienten. Für alle genannten Bereiche der Zahnmedizin erweisen sich Lupenbrillen - ob nun vom Galileischen Typ oder vom Keplerschen Typ - als kaum verzichtbare Vergrößerungsapparate. Nun lässt sich ein kopfgetragenes Dentalmikroskop sogar mit einem medizinischen Dokumentationssystem kombinieren. Die hier festgehaltenen Bilder aus dem Blickwinkel des Chirurgen ergänzen klassische Aufnahmen mit Intraoralkameras, digitale Röntgenaufnahmen und anschauliche Farbdarstellungen von Fluoreszenz-Systemen um eine weitere Komponente. So eröffnen sich nicht zuletzt neue Wege für das Beratungsgespräch. Navigare necesse est
Navigieren Zahnarzt und Zahntechniker im dreidimensionalen Raum, so muss auch der Patient keinesfalls darauf verzichten. Bei der häuslichen Mundpflege hilft jetzt ein kabelloses Display. Es findet seinen Platz etwa am Badezimmerspiegel, vermittelt dem Patienten pflegerelevante Informationen wie korrekte Putzzeit und Putzdruck und optimiert damit seine Zahnputzgewohnheiten. So kann er mit der elektrischen Zahnbürste sicher durch die vier Quadranten navigieren. Speziell bei der häuslichen Prophylaxe im Implantatbereich steht dem Patienten neuerdings ein spezielles Gel zur Verfügung. Es wird rund um die Implantate aufgetragen, beugt einer periimplantären Mucositis vor und unterstützt auch den Behandler bei seiner Präventionsstrategie. Allgemein werden schlüssige Konzepte, die häusliche und professionelle Prophylaxe zusammenführen, immer häufiger vom Patienten erwartet. Zur Erfolgsformel gehören hier Verlaufsdokumentationen und konsequent darauf abgestimmte Recalls, wobei die Praxissoftware gute Dienste leisten kann. Trotz aller fortschrittlichen Technologie drehte sich auch auf der IDS 2007 alles um den Menschen - die Messe präsentierte sich sozusagen als Verbindungsplattform zwischen High-tech und hochzufriedenem Patienten. Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V., Köln; mit der Durchführung der IDS ist die Koelnmesse GmbH, Köln, beauftragt. Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial von der vergangenen IDS finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet (http://www.ids-cologne.de) im Bereich "Für Presse" unter "Fotos". Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. Mehr Informationen: VDDI e.V. – Pressereferat - Burkhard Sticklies Fon: 0221-500687-14 Fax: 0221-500687-21

Anmerkung für die Redaktion:
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Copyright: IDS Cologne - Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.
 

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