- Alter: 5105 Tage

Legierungen für die Zahnheilkunde: Kein Stillstand, sondern kontinuierlich innovativ – ein zentrales Thema der IDS 2009

Aktuelle Entwicklungen bei Legierungen – Selective Laser Melting

Neue Bearbeitungswerkzeuge für die Frästechnik

Spätestens seit den Tagen der Etrusker – also seit über 2500 Jahren – hat die Herstellung von Zahnprothetik aus metallenen Werkstoffen ihren festen Platz in der Zahnheilkunde. Seither sind über 1000 industriell gefertigte, heute verfügbare Legierungen entstanden, deren Eigenschaften sie für bestimmte zahnmedizinische Anforderungen prädestinieren. „Trotz dieses bereits großen Angebotes besteht weiterhin Bedarf an Neuentwicklungen, um bewährte Legierungen zu optimieren und um neue Indikationen zu erschließen“, sagt Dr. Martin Rickert, VDDI-Vorstandsvorsitzender. Klassische hochgoldhaltige Edelmetalllegierungen bilden auch heute noch das Gerüst vieler prothetischer Arbeiten für Einzelkronen, Brücken oder weitere Konstruktionen. Die früher dominierenden Gusslegierungen werden inzwischen weitgehend durch aufbrennfähige Legierungen ersetzt, welche eine naturähnliche Verblendung mit Keramik oder Kunststoff gestatten. Auch in diesem klassischen Segment hat die Entwicklung zu kompletten Systemen – Legierungen und speziell dafür entwickelte Verblendwerkstoffe – eingesetzt und mittlerweile erheblichen Anteil. Eine neue Sparte der Edelmetalllegierungen stellen die sogenannten Biolegierungen dar, die sich durch besondere Biokompatibilität auszeichnen. Diese sind vor allem für Allergiker und Patienten mit erhöhten Ansprüchen an die biologische Verträglichkeit interessant. Nicht nur im Ausland, sondern zunehmend auch in Deutschland gewinnen edelmetallfreie Legierungen an Bedeutung – und dies nicht allein wegen ihres geringeren Preises. Besonders im Trend liegen Restaurationen aus Chrom-Kobalt-Legierungen, die eine ausgezeichnete Stabilität aufweisen. Versorgungen daraus können sowohl in konventioneller Gusstechnik, aber inzwischen auch durch die innovative Frästechnik hergestellt werden. Angesichts der relativ hohen Härte solcher Legierungen werden dazu allerdings besondere Anforderungen an die Fräs- und Polierwerkzeuge gestellt. Dies gilt gleichermaßen für die insbesondere in der Implantologie eingesetzten Titanwerkstoffe und -legierungen. Sie zeichnen sich durch besonders hohe Bioverträglichkeit aus. Ihre Bearbeitung erfordert die bereits erwähnte Frästechnik, die dank der Fortschritte der CAD/CAM-Fertigung zunehmend einfacher im zahntechnischen Labor oder über externe Fräszentren realisiert werden kann. Zunehmend wird für die Herstellung hochbelastbarer Legierungen das sogenannte Laser-Metallschmelzen (englisch: Selective Laser Melting; SLM) verwendet. Mit den hierzu meist eingesetzten speziellen Chrom-Kobalt-Legierungen kann die Fertigung von sehr großen Gerüstkonstuktionen erfolgen, bis hin zu kompletten 16er-Gerüstbögen. Über diese und weitere aktuelle Entwicklungen bei dentalen Legierungen können sich Zahntechniker und Zahnärzte optimal auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) vom 24. bis 28. März 2009 in Köln informieren und von kompetenten Herstellern beraten lassen. Viele der neue Legierungen stellen allerdings auch erhöhte Anforderungen an die Werkzeuge zu ihrer Bearbeitung. Insbesondere entsteht durch die zunehmend in Frästechnik hergestellten Restaurationen aus den härteren edelmetallfreien Legierungen, insbesondere aus Chrom-Kobalt-legierten Werkstoffen, verstärkter Bedarf an möglichst standfesten Fräsern und Polierern. Diesen Anforderungen genügen jetzt speziell für diesen Einsatz gefertigte Instrumente der Dentalindustrie. „Damit stehen heute allen zahntechnischen Laborbetrieben optimierte, langlebige Werkzeuge zur Verfügung, die auch den erschwerten Belastungen der CAM-Fertigung gewachsen sind“, sagt Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI. Das ganze Spektrum der Legierungen und ihrer Verarbeitungsmöglichkeiten präsentiert sich dem Messebesucher in Köln, so dass er für sein Labor oder seine Praxis eine umfassende Übersicht bekommt. Dem Fachbesucher aus Labor und Praxis bietet sich während der Internationalen Dental-Schau, der weltgrößten Messe für Zahnmedizin und Zahntechnik, in Köln vom 24. bis 28. März 2009 eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich in Gesprächen mit Spezialisten von Ausstellerfirmen und erfahrenen Anwendern umfassend über die gesamte Palette der heute verfügbaren Dentallegierungen zu informieren. Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln. Anmerkung für die Redaktion: Fotomaterial von der vergangenen IDS finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet ( http://www.ids-cologne.de ) im Bereich "Für Presse" unter "Fotos".

Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial der IDS finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter
www.ids-cologne.de/bilddatenbank

Presseinformationen finden Sie unter:
www.ids-cologne.de/presseinformation

Copyright: IDS Cologne - Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.
 

IHR KONTAKT BEI RÜCKFRAGEN

Burkhard Sticklies

sticklies@vddi.de

Agnes Plümer

pluemer@vddi.de

VDDI Verband der Deutschen Dental Industrie e.V.
Aachener Straße 1053 - 1055
50858 Köln

TEL: +49 221 50 06 08 0
WEB: www.vddi.de

Weitere News

IDS 2021 lädt zur Entdeckung von aktuellen Klassikern mit Zukunftspotenzial

IDS 2021: #B-SAFE4business - Koelnmesse zeigt wie es geht